REISEARCHIV: Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 3)

Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 3)
31.8.-21.9.1996

Da dieser Reisebericht relativ umfangreich ist, habe ich ihn in drei Teile geteilt. Dieses Mal führt uns die Reise von Nashville bis Miami.


Link zu Teil 1: USA OST (Teil1)

Link zu Teil 2: USA OST (Teil2)

Reiseübersicht 3. Teil:


FR, 13.9.

NASHVILLE

In der Stadt schließlich angekommen, bleiben wir kurz am Cumberland-River stehen und als wir aussteigen, hören wir eine laute Orgelmusik. Am Anfang wis­sen wir nicht, woher diese Musik kommt, aber als wir direkt am Ufer des Flusses stehen, sehen wir, wie der Mississippi-Dampfer „Delta-Queen“ gerade seinen Dampf über eine große Orgel, die im Schiff eingebaut ist, abläßt, und dazu eine Mischung vieler berühmter Lieder von „Yellow Rose of Texas“ bis „Oh, Su­sanna“ spielt!

Die Hauptstadt des Bundesstaates Tennessee hat 488.400 Einwohner und trägt aufgrund seiner 16 Universitäten und einer Nachbildung des Parthenon-Tem­pels von Athen den Kosenamen „Athen des Südens“. Das 1779 gegründete Nashville ist eine der wichtigsten Banken- und Versicherungsstädte im Süden der USA, fast jeder aber kennt sie als die Hauptstadt der Country Music.

Nach einer etwa einstündigen Pause in unserem Hotel, dem Double Tree Nashville, fahren wir in das in der Nähe gelegene Opryland zur „Grand Ole Opry“. Diese Country-Musik-Show ist die seit 1925 traditionelle Show der Country-Musik, die in ganz Amerika im Radio und Fernsehen gesendet wird.

Nach der über zweistündigen Aufführung besuchen wir noch eines der Grand Ole Opry-Hotels, wo wir einen Gratisdrink bei einer Lasershow genießen. Nach der Heimfahrt zu unserem Hotel spaziere ich noch alleine bis etwa Mitternacht durch die belebten Straßen und den Broadway von Nashville. In mehr als jedem zwei­ten der unzähligen Gasthäuser und Pubs spielt eine Lifeband und ich höre die ganze Zeit Countrymusik, während ich die Straße entlanggehe. Einige Pubs „besichtige“ ich auch von Innen, auch das Hardrock-Café und das Planet Holly­wood ist sehenswert.

SA, 14.9.

Um ½ 9 Uhr beginnt unsere heutige Busfahrt in Richtung Memphis.

Unsere heutige Reisestrecke von Nashville über Jackson bis Memphis (400 km):  

Nach zwei Stunden Fahrt treffen wir im „Casey Jones-Village“ in der Nähe der Stadt Jack­son ein, wo wir über eine Stunde Zeit haben um etwas zu essen oder auch das „Casey Jones Home Railroad Museum“, ein Eisenbahnmuseum, anzusehen. Da es sonnig ist und 26 °C hat, kaufe ich bei einem Buffet nur eine Kleinigkeit zum mitnehmen und setze mich auf eine Bank in die Sonne.

Dann geht unsere heutige Fahrt weiter. Kurz bevor wir in Memphis zu unserem Hotel gebracht werden, fahren wir noch die Autobahn ein Stück weiter über eine Brücke ein Stück in den Bundesstaat Arkansas. Genau an dieser Grenze ist ein großes Schild angebracht, worauf auf der einen Seite „ARKANSAS – Home State of President Bill Clinton“ und auf der anderen Seite „TENNESSEE – Homestate of Vicepresident Al Gore“ geschrieben steht, was bedeutet, daß der Präsident und der Vizepräsident der USA aus Nachbarstaaten stammen.

Memphis

Während Nashville die Hauptstadt der Country Music ist, schlägt in Memphis das Herz von Gospel, Blues und Rhythm & Blues. Die Clubs in der Beale Street waren jahrzehntelang das Ziel alljener, die auf die große Chance hofften, ent­deckt zu werden. Für einen unter ihnen wurde dieser Traum wahr: Elvis Preley wurde der „King“. Eine Touristenattraktion wurde sein Anwesen Graceland, wo sich heute auch das Grab von Elvis Presley befindet. Traurige Geschichte machte Memphis am 4.4.1968, als Martin Luther King nur wenig südlich der Beale Street erschossen wurde.

In Memphis machen wir anschließend eine kleine Stadtrunde, wo wir auch die berühmte „Beale-Street“ sehen, in der sich zahlreiche Plattenstudios befinden. In einem davon hat auch Elvis Presley seinen Aufstieg zum „King of Rock’n Roll“ begründet.

Von 14 – 17 Uhr besichtigen wir das „Graceland“, das Haus von Elvis Presley. Neben dem Haus sehen wir auch seinen Cadillac und seine beiden Flugzeuge, die wir auch von Innen besichtigen.

Bild unten: das „Musikzimmer“ von Elvis Presley:


Schließlich fahren wir zu unserem Hotel, dem „Holiday Inn Memphis East“, zu­rück und beenden den Tag mit einem Abendessen im Hotel. Heute mache ich keinen Abendspaziergang mehr, da wir etwas außerhalb des Zentrums wohnen und ich die von der Reisegesellschaft angebotene Stadtrundfahrt durch das nächtliche Memphis nicht mitmachen möchte.

SO, 15.9.
Um 8 Uhr verlassen wir Memphis und fahren bis Mittag nach Jackson, wo wir in einem Restaurant essen. Nachmittag fahren wir weiter bis New Orleans, doch bevor wir noch in der Stadt ankommen, überqueren wir den Lake Pontcharrain auf einer 40 km langen Brücke, die längste Brücke der Welt über Wasser.

Unsere heutige Strecke auf der Landkarte von Memphis über Jackson bis New Orleans immer Richtung Süden: (629 km)


New Orleans
New Orleans ist die größte Stadt des Bundesstaates Louisiana und im Großraum leben hier ca 1,6 Mio. Menschen. New Orleans wird auch heute noch „die Stadt des Jazz“ bezeichnet. Die Hauptstadt von Louisiana ist Baton Rouge. Als wir am Abend in New Orleans bei unserem Hotel ankommen, ist es sehr warm (32 °C) und es ist wolkenlos. Unser Hotel für die folgenden zwei Nächte, das „Marriot French Quarter“, ist ab dem 8. Stock in zwei getrennte unterschiedlich hohe „Türme“ geteilt. Dazwischen befindet sich ein Swimming-Pool.

Während ich am Abend etwa eine Stunde im Fitnesscenter verbringe, das sich im Hotel neben dem Pool befindet, regnet es kurz sehr stark, sofort danach scheint aber wieder die Sonne und die Wolken verschwinden, als ob es schon lange nicht mehr geregnet hätte. Dann verbringe ich noch eine halbe Stunde im Pool.


Etwa um 18 Uhr beginnen wir unseren Abendspaziergang. Wir gehen zum Hafen und sehen den Mississippi-Dampfer „Delta-Queen“, den wir zuletzt in Nashville gesehen haben! Dann wandern wir durch das Einkaufszentrum „Riverwalk“. Im Freien ist es hier wärmer als in allen anderen Städten, die wir bis jetzt besucht haben und in den Geschäften und Gasthäusern scheint es kälter zu sein als je zu­vor auf unserer Reise.

Foto unten: Der Jackson Square mit der Saint Louis Cathedral in New Orleans



Auf einem Platz am Mississippi ist gerade ein Konzert einer spanischen Musik­gruppe, als es plötzlich ohne Vorzeichen binnen Sekunden ganz stark zu regnen anfängt. Obwohl ich nur etwa zehn Sekunden im Regen in Richtung Unterstand gelaufen bin, bin ich so nass, als wäre ich im angezogenen Zustand kurz im Pool geschwommen. Eine Viertelstunde später hört der Regen auf , das Wasser auf dem Platz steht etwa 5 cm hoch, und weitere zehn Minuten später scheint wieder die Sonne und es ist so heiß wie vorher. Die Luftfeuchtigkeit ist dementspre­chend hoch. Wir gehen zum Hotel zurück, um unsere nassen Sachen auszuzie­hen. Nach dem Nachtmahl im Hotel spaziere ich noch bis Mitternacht alleine durch einen Teil des French Quarter.

.. im French Quarter…

MO, 16.9.
Während wir nach 8 Uhr morgens beim Frühstücksbuffet sitzen, regnet es wieder einmal sehr stark. Doch da es kurz darauf wieder sonnig ist, spazieren wir wäh­rend des ganzen Vormittages durch den ganzen Frenchquarter. Es ist wirklich sehr heiß und vor allem auch schwül heute. In einigen Geschäften, unter anderem im Lokal „Planet Hollywood“, das Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Demi Moore und Bruce Willis gehört,  kaufe ich mir ein paar T-Shirts.


Nach dem Mittagessen trainiere ich wieder kurz im Fitnesscenter und bin danach wieder im Pool. Danach gehen wir wieder in das Einkaufszentrum, wo wir auch einen „Hurrican“ trinken, eines der bekanntesten Getränke in New Orleans. Das besondere bei diesem Getränk: Es werden nahezu nur ½ -Liter-Becher ausgege­ben und ein Hurrican beeinhaltet zu 50 % eine Mischung verschiedener Schnäpse. Der Rest ist Sirup und Fruchtsaft, was noch dafür sorgt, daß das Ganze sehr süß ist. Außerdem wird ein Hurrican mit dem Strohhalm getrunken. Auf alle Fälle muß man froh sein, wenn man nach einem Hurrican zumindest noch nüch­tern aussieht.


Am Abend spazieren wir zu siebent durch das French-Quarter. Mit dabei sind: Michaela, Simone und Simone aus Deutschland – Frankfurtnähe, Christiane und Jens aus Deutschland – Berlinnähe und schließlich wir beide, Herbert und Han­nes.
Zuerst wandern wir durch die Bourbon-Street, in der sich das Zentrum des Nacht­leben befindet. Danach verbringen wir fast zwei Stunden im Planet Hol­lywood, wo wir einige Pizzen essen und ein paar Cocktails mit den Bezeichnun­gen „Terminator“, „Jurassic Park“, „The Comet“, „Blue Hawai“ und „Cool Run­ning“ trinken.

Unser nächstes Lokal war das Blues-Café „Rhythms“, wo wir jeder einen Cock­tail trinken, doch jeder bekommt einen Becher mit ca. einen dreiviertel Liter, wovon etwa die Hälfte reiner Schnaps ist! Außerdem ist wieder viel Sirup enthal­ten, was das Ganze, ähnlich wie bei einem Hurrican, sehr süß macht. Das einzige Getränk, das nicht süß ist, habe ich bestellt: Eine „Bloody Mary“. Dieser Cock­tail enthält ca. 40% Schnaps, 20 % Tomatensaft und der Rest sind Tobasco-Sauce und Eiswürfeln! Aber mehr als drei Schluck habe ich von diesem Getränk nicht getrunken. Erstens war das ganze kalt, zweitens hat der Reis gefehlt…


Den Tag bzw. die Nacht beschließen wir dann mit einem kurzen Besuch einer in der Nähe gelegenen Disco. Um etwa 1 Uhr gehe ich schlafen.

Foto unten: Nicht sehr schön – der Blick von unserem Hotel ins Freie…

DI, 17.9.


Um 8 Uhr beginnt unsere heutige lange Fahrt in Richtung Osten bis wir um ½ 11 Uhr bei Mobile rasten.

Unsere Fahrt am 17.9 von New Orleans über Mobile und Pensacola bis Tallahassee…(654 km)

Nach einer kurzen Pause in Mobile fahren wir weiter bis nach Pensacola Beach. Dort kaufen wir uns zuerst eine Jause in einem Geschäft und haben dann zwei Stunden bis 14 Uhr Zeit, um im Golf von Mexiko zu baden. Die Lufttempe­ratur beträgt fast 35 °C, die Wassertemperatur etwa 26 °C! Ich verbringe fast die ganzen zwei Stunden im Wasser, lasse mich von den Wellen treiben und genieße die Sonne. Diese Pause ist leider viel zu kurz.

Foto unten:  … da bin ich (Pfeil) im Wasser…


Danach fahren wir bis nach Tallahassee, wo wir etwa um 19 Uhr ankommen.

Tallahassee

Die 1824 gegründete Hauptstadt des „Sunshine State“ Florida hat 127.000 Ein­wohner und liegt am Beginn des sogenannten Panhandle. Sehenswert sind hier das alte und das neue Kapitol und das reichhaltige Museum of Florida History.

Das erste, das mir in Tallahassee auffällt, ist das „Spanische Moos“, das fast an jedem Baum wie unzählige Netze von Riesenspinnen  klebt. 



Nachdem wir bei unserem Hotel, dem „Holiday Inn Capitol Plaza“, ankommen, spazieren wir noch kurz zu einem in der Nähe befindlichen griechischen Gasthaus, wo wir ein exklu­sives Nachtmahl genießen. Als wir danach zu unserem Hotel zurückkehren, ent­decken wir neben der Lobby unseres Hotels eine Disco, die zum Hotel gehören zu scheint. Da heute Dienstag ist und die Disco „Blue Tuesday“ heißt, kann man heute um umgerechnet öS 100,– einen leeren Blue Tuesday-Becher kaufen. Da­mit kann man dann so viele Cocktails trinken, wie man möchte. Auch Bier ist ab einer bestimmten Uhrzeit für die Besitzer eines solchen Bechers gratis. Doch wir bleiben in dieser Disco nicht sehr lange, da wir von den langen Fahrt und auch noch von der letzten langen Nacht in New Orleans sehr müde sind, und gehen um etwa 23 Uhr schlafen.


Blick vom Hotelzimmer auf den Pool und einen Teil der Stadt…

MI, 18.9.


Heute fahren wir nach dem Frühstück weiter in Richtung Osten. 

Die heutige Fahrtstrecke von Tallahassee bis Orlando (432 km):

Bei „Live Oak“ machen wir am berühmten Suwannee-River eine kurze Pause, um die Stimmung am Fluss zu genießen.

Danach geht es weiter in Richtung Süden, bis wir bei einer Cafeteria Mittages­sen. Unsere nächste Pause nach dem Essen ist bei dem günstigen Jeans-Geschäft „World of Denim“, wo ich auch einige Kleidungsstücke kaufe, die nur etwa halb so teuer als in Mitteleuropa sind. Gleich neben diesem Geschäft befindet sich das Kuriositäten-Museum „Ripley’s – Believe It or Not“.

Um 16,30 Uhr kommen wir dann endlich an unserem Hotel „Comfort Suites“ in Kissimmee bei Orlando an. Nachdem wir unseren Zimmerschlüssel bekommen, essen wir im Gasthaus „Ponderosa“, das sich gleich neben unserem Hotel am „International Drive“ be­findet, ein gutes Abendessen. Da sich auch dieses Mal unser Hotel etwas außer­halb der Stadt befindet, unternehmen wir keinen Abendspaziergang und gehen bald schlafen.

Orlando

Die Stadt Orlando trotz seiner nur etwa 164.000 Einwohner Zentrum einer der meistbesuchten touristischen Regionen der Erde. Diese Stadt hat mit inzwischen ca. 84.000 Hotels und Gasthäusern nach Las Vegas (88.000) die zweitmeisten Gaststätten der USA. Das Größte davon und gleichzeitig das 16. größte der Welt ist mit 2112 Zimmern das Disney-Resort-Hotel. Ebenfalls zu den größten Hotels gehören das Omni Rosen Hotel mit 1.300 Räumen und das Caribe Royale Suites mit 1.200 Zimmern.

In Orlando gibt es ca. 500 Parks. Jährlich pilgern mindestens 10 Millionen Men­schen aus aller Welt in diese Stadt um diese zahlreichen Touristenattraktionen zu besuchen. 


DO, 19.9.


Heute müssen wir bereits um 7 Uhr aufstehen. Da es eine sehr große Auswahl an Parks in Orlando gibt, aber die Besichtigung eines solchen meist einen ganzen Tag dauert, müssen wir uns für einen davon entscheiden. Unsere Wahl fällt auf das Epcot-Center, wohin wir um ca. 9h mit einem Kleinbus fahren.

Epcot-Center

Zu viert, Jens, Christiane, Herbert und ich, spazieren wir durch das Epcot-Center. Zahlreiche Hallen bzw. Gebäude warten uns mit abenteuerlichen Fahrten und Shows auf. Wir sehen uns zuerst einen Teil der Futureworld an:

Bodywars: Eine Fahrt mit einem Boot durch den menschlichen Körper wird si­muliert. Wir sitzen in einem Gefährt, das sich selbst zwar nicht von der Stelle bewegt, aber durch rütteln und schwanken diese Fahrt simuliert, während wir an der Vorderseite der Wand einen Film sehen.
Energy: Etwa 400 Leute sitzen in über 10 Reihen in einem großen Saal. Es ist finster und an die Wand wird ein übergroßer Dinosaurier-Film projeziert. Durch die Größe des Filmes wird der Eindruck erweckt, daß wir selbst ein Teil des Filmes sind. Außerdem wird die Simulation durch Rundumton und die Tatsache, daß sich die gesamte Fläche, auf der die Leute sitzen, sich dreht, verstärkt. Doch plötzlich werden die Sitzreihen in mehrere Teile getrennt, sodaß jetzt immer nur mehr etwa fünf Personen nebeneinander sitzen. Wir fahren auf einmal Reihe für Reihe in einen weiteren Saal, in dem ein Stück Urwald originalgetreu nachgebaut ist. Viele Saurier und Pflanzen befinden sich in diesem Urwald. Die Saurier be­wegen sich und geben Laute von sich. Ein Saurier spuckt Wasser auf die Leute, die in ihren Sitzen unter ihm vorbeifahren.
„Honey, I shrunk the audience!“ – Ein dreidimensionaler Film! Ein Wissenschaft­ler erfindet ein Gerät, das alles schrumpft. Plötzlich werden die Zuschauer, also wir, in den Film eingebunden. Da wir eigene Polarisations-Brillen aufhaben, se­hen wir alles so, als wäre da keine Kinoleinwand, sondern eine Bühne, auf der sich die Schauspieler befinden! Die Zuschauer werden von diesem Wissenschaft­ler auf der Bühne geschrumpft und die Schauspieler werden riesengroß. Ein Hund niest auf die Zuschauer, wir werden wirklich naß! Mäuse laufen von der Bühne ins Publikum und ich merke wie plötzlich etwas meine Füße berührt! In Wirklichkeit ist alles nur ein Film, doch es scheint real zu sein. Nach der Show sehe ich die Düsen in den Sitzen, von denen das Wasser auf die Zuschauer ge­sprüht wurde und ein Kabel, das in jedem Sitz eingebaut ist und für den Effekt mit den Mäusen, die ins Publikum laufen, sorgt.
Planet Earth: Von außen sieht es wie eine riesige Kugel aus. Es handelt sich um das größte Bauwerk im Epcot-Center. Ähnlich wie bei einer Geisterbahn fahren wir mit kleinen Wägelchen über eine Viertelstunde durch das Innere dieser Kugel während sich diese kleinen Wagen immer automatisch dorthin drehen, wo gerade etwas passiert.
Lands: Wir fahren mit einem Boot an künstlich angelegten Feldern vorbei, an denen Reis, Mais, Bohnen, Hopfen, Tabak und vieles anderes angebaut werden.
The living Sea: Zuerst steigen wir in einen Aufzug ein, der den Namen „Hydralisator“ trägt und den Eindruck erweckt, als würden wir hunderte Meter in die Tiefe fahren. Unten angelangt, befindet wir uns in einem museumartigen Raum, wo sich zahlreiche Auslagen befinden. In diesen Auslagen sehen wir zahl­reiche Meerestiere, Haie, Algen usw.
Imagination: Ähnlich wie Planet Earth fahren wir mit kleinen Wägelchen durch eine imaginäre, surreale Welt.
Innovations: In einer großen Halle stehen hunderte PC’s und Spiele-Computer al­ler Marken zur freien Verfügung. Ich „surfe“ eine Stunde im Internet.

Schließlich sehen wir uns World Showcase an. Rund um einen See sind elf Länder nachgebaut. In je­dem dieser Länder befinden sich einige typische Gebäude und manchmal sogar kleine Gassen in Originalgröße, Restaurants und Geschäfte. Wir fahren in „Norwegen“ mit einem Schiff durch eine norwegi­sche Landschaft im Inneren eines Gebäudes. Am Schluß dieser Fahrt befindet sich ein Wasserfall, doch das Schiff bremst automatisch ab und fährt einen ande­ren Weg weiter. Auch in „Mexiko“ fahren wir mit einem Boot durch eine Aus­stellung, in der Mexiko dargestellt wird. Alles befindet sich im inneren eines Bauwerks. Auch ein Restaurant, das Mexiko bei Nacht simuliert. Neben diesem Restaurant sind zahlreiche Tische aufgestellt, Leute sitzen bei dämmriger Abend­stimmung und Kerzenlicht im „Freien“, im Hintergrund das nächtliche Mexiko, eine mexikanische Folkloregruppe musiziert, und dabei ist das alles nur im Inne­ren eines Gebäudes der nachgebauten mexikanischen Stadt. In „Mexiko“ genie­ßen wir auch ein Mittagessen. In „China“ sehen wir im  Himmelstempel einen 360-Grad-Film. Wir stehen in diesem runden Gebäude und ein etwa viertelstündiger Film über China wir rundum projeziert.

Kurz nach 19 Uhr fahren wir mit dem Shuttle-Bus wieder zu unserem Hotel zu­rück. Später, etwa um 22 Uhr, treffen wir uns noch zum letzten Mal mit den deutschen Reisekollegen, mit denen wir während unserer Reise den meisten Kon­takt hatten und plaudern noch ein wenig.
FR, 20.9.
Um 6 Uhr bereits stehen wir auf, essen unser letztes Frühstück in den USA und fahren anschließend weiter in Richtung Süden. 

Unsere heutige Fahrtstrecke von Orlando bis Miami (416 km):

Zuerst fahren wir zur Halbinsel Cape Kanaveral, wo es fast hunderttausend freilebende Alligatoren gibt.

Ab 10 Uhr haben wir eine ca. zweistündige Rundfahrt im Kennedy Space Center, dem Zentrum für die bemannte Raumfahrt der Vereinigten Staaten. Ebenfalls auf Cape Kanaveral gibt es den Kennedy Space Port, die Station für die unbemannte Raumfahrt. Die gesamte Fläche der Station ist 220 km². Ein Space-Shuttle um­kreist die Erde in einer Höhe von 565 km in etwa 35 Minuten. Die durchschnitt­lichen Kosten einer Weltraummission betragen 600 Mio. US-$. Vor einem Rake­tenstart werden alle rund 6 Millionen Einzelteile überprüft.

Auf dem Gelände des Kennedy Space Center sehen wir während unserer Rund­fahrt einige beeindruckende Bauwerke, wie zum Beispiel das nach dem Volumen zweitgrößte Gebäude der Welt (etwa 125 Mio. m³, ein Würfel mit der Kanten­länge von rund 500 m). Auf dem Gebäude befindet sich eine amerikanische Fahne mit der Größe von 65 x 63 m, allein der blaue Teil der Fahne hat die Größe eines Basketballfeldes. Im Gebäude selbst ist Platz für fast 100 Freiheits­statuen.



Nach der Mittagspause fahren wir durch Holliwood und nach Palm Beach.


Auf dem Highway geht es dann ca. 60 km weiter nach Süden bis Fort Lauderdale. Danach fahren wir weiter an Palm Island und Star Island vorbei und schließlich erreichen wir Miami Beach, wo wir schließlich um etwa 17,30 Uhr unsere Reisegruppe verlassen und uns von unseren Reisekollegen verabschieden müssen. Wir fahren danach mit einem Taxi zu unserem Hotel, dem Days Inn am Miami Airport. Es hat 35 °C. Den heutigen, letzten Urlaubstag, beschließe ich mit einem zweistündigen Bad im Pool von etwa 20 – 22 Uhr. Das Wasser hat so­gar noch um diese Zeit 28 °C.

SA, 21.9.
Heute stehen wir um 8 Uhr auf. Leider ist unser Urlaub nun zu Ende und heute steht nur noch unsere Heimreise auf dem Programm. Wir fahren nach dem Früh­stück mit dem hoteleigenen Shuttledienst kostenlos zum Delta-Terminal des Flughafengebäudes, checken dort ein und fliegen von 12,50 – 15,30 Uhr nach New York. Dort haben wir genügend Zeit um im Dutyfree-Shop einzukaufen. Erst um 19,45 Uhr, eine Stunde verspätet, ist unser Abflug in Richtung Wien.




Zusammenfassung:

Unsere Route in Nordamerika führte uns, wenn man die Strecke nach den Nächtigungsorten unterteilt, in 16 Etappen und insgesamt 6946 km mit dem Bus durch USA und Kanada.

Und hier noch eine alphabetische Liste von dem, was wir alles gesehen haben (zumindest ein Teil davon – die aufzählung ist sicherlich nicht vollständig):

Alabama, Appalachen-Gebirge, Appalachian Trail, Arkansas, Arlington, Augusta, Basilique Notre Dame, Baton Rouge, Beale Street, Biscayne Bay, Blue Ridge Mountains, Blue Ridge Parkway, Boston, Bourbon-Street, Bridgeport, Buffalo, Cape Kanaveral, Casey Jones-Village, Central Park, Chateau Frontenac, Chateau Laurier, Cherokee, Chrysler-Building, CN-Tower, Connecticut, Cumberland-River, Cypress Gardens, Delta-Queen, Disney-World, Liberty Island, Lincoln Memorial, Live-Oak, Lousiana, Maine, Memphis, Miami, Miami Beach, Mississippi-Dampfer, Mobile, Mont Royal, Montgomery, Montreal, Nashville, New Hampshire, New Haven, New Orleans, New York, Niagarafälle, Niagara-on-the-lakes, North Carolina, Oconaluftree Indian Village, Old Town Trolley, Oratoire Saint-Joseph, Orlando, Ottawa, Palm Beach, Panhandle, Pennsylvania, Pennsylvania Dutch Country, Pensacola Beach, Pentagon, Pentagon City, Quebec, Quincy Market, Duke Chapel, Durham, Ellies Island, Empire State Building, Epcot-Center, Florida, Fort Lauderdale, Fran, Freedom Trail, Freiheitsstatue, French Quarter, George Bush, Gettysburg, Graceland, Grand Ole Opry, Great Smoky Mountains National Park, Hancock Tower, Harrisburg, Hartford, Hickory, Hill Island Sydeck, Holliwood, Hummeressen, Hurricans, Ivy Led, Jackson (MS), Jackson (TN), James-River, Kennebunk, Kennedy Space Center, Knoxville, Lady Liberty, Lake Pontcharrain, Lancester County, R.J.Reynolds, Raleigh, Research Triangle Park, Riverwalk, Rockefeller-Center, Seaworld, Skowhegan, Skydome, Smoky Mountains, St.-Lorenz-Strom, Star Island, Suwannee-River, Tallahassee, Tennessee, Thousand Islands National Park, Times Square, Toronto, Trump-Tower, United States Capitol, Universal-Studios, Vietnam Veterans Memorial, Virginia, Wall Street, Washington D.C., Weisses Haus, Wild Kingdom, Williamsburg, Winston-Salem, World Trade Center,….

Nach dem 7 ½ stündigem Flug landen wir planmäßig um ca. 9,15 Uhr in Wien bei eiskalten 12 Grad °C. Anschließend fahren wir mit dem Bus zum Südbahnhof und mit dem Zug nach Gloggnitz, wo wir um ca. 12,30 Uhr ankommen.

demnächst -> nächste Reise: Reise 9: 9 Tage in Rom

REISEARCHIV: Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 3)

Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 3)
31.8.-21.9.1996

Da dieser Reisebericht relativ umfangreich ist, habe ich ihn in drei Teile geteilt. Dieses Mal führt uns die Reise von Nashville bis Miami.


Link zu Teil 1: USA OST (Teil1)

Link zu Teil 2: USA OST (Teil2)

Reiseübersicht 3. Teil:


FR, 13.9.

NASHVILLE

In der Stadt schließlich angekommen, bleiben wir kurz am Cumberland-River stehen und als wir aussteigen, hören wir eine laute Orgelmusik. Am Anfang wis­sen wir nicht, woher diese Musik kommt, aber als wir direkt am Ufer des Flusses stehen, sehen wir, wie der Mississippi-Dampfer „Delta-Queen“ gerade seinen Dampf über eine große Orgel, die im Schiff eingebaut ist, abläßt, und dazu eine Mischung vieler berühmter Lieder von „Yellow Rose of Texas“ bis „Oh, Su­sanna“ spielt!

Die Hauptstadt des Bundesstaates Tennessee hat 488.400 Einwohner und trägt aufgrund seiner 16 Universitäten und einer Nachbildung des Parthenon-Tem­pels von Athen den Kosenamen „Athen des Südens“. Das 1779 gegründete Nashville ist eine der wichtigsten Banken- und Versicherungsstädte im Süden der USA, fast jeder aber kennt sie als die Hauptstadt der Country Music.

Nach einer etwa einstündigen Pause in unserem Hotel, dem Double Tree Nashville, fahren wir in das in der Nähe gelegene Opryland zur „Grand Ole Opry“. Diese Country-Musik-Show ist die seit 1925 traditionelle Show der Country-Musik, die in ganz Amerika im Radio und Fernsehen gesendet wird.

Nach der über zweistündigen Aufführung besuchen wir noch eines der Grand Ole Opry-Hotels, wo wir einen Gratisdrink bei einer Lasershow genießen. Nach der Heimfahrt zu unserem Hotel spaziere ich noch alleine bis etwa Mitternacht durch die belebten Straßen und den Broadway von Nashville. In mehr als jedem zwei­ten der unzähligen Gasthäuser und Pubs spielt eine Lifeband und ich höre die ganze Zeit Countrymusik, während ich die Straße entlanggehe. Einige Pubs „besichtige“ ich auch von Innen, auch das Hardrock-Café und das Planet Holly­wood ist sehenswert.

SA, 14.9.

Um ½ 9 Uhr beginnt unsere heutige Busfahrt in Richtung Memphis.

Unsere heutige Reisestrecke von Nashville über Jackson bis Memphis (400 km):  

Nach zwei Stunden Fahrt treffen wir im „Casey Jones-Village“ in der Nähe der Stadt Jack­son ein, wo wir über eine Stunde Zeit haben um etwas zu essen oder auch das „Casey Jones Home Railroad Museum“, ein Eisenbahnmuseum, anzusehen. Da es sonnig ist und 26 °C hat, kaufe ich bei einem Buffet nur eine Kleinigkeit zum mitnehmen und setze mich auf eine Bank in die Sonne.

Dann geht unsere heutige Fahrt weiter. Kurz bevor wir in Memphis zu unserem Hotel gebracht werden, fahren wir noch die Autobahn ein Stück weiter über eine Brücke ein Stück in den Bundesstaat Arkansas. Genau an dieser Grenze ist ein großes Schild angebracht, worauf auf der einen Seite „ARKANSAS – Home State of President Bill Clinton“ und auf der anderen Seite „TENNESSEE – Homestate of Vicepresident Al Gore“ geschrieben steht, was bedeutet, daß der Präsident und der Vizepräsident der USA aus Nachbarstaaten stammen.

Memphis

Während Nashville die Hauptstadt der Country Music ist, schlägt in Memphis das Herz von Gospel, Blues und Rhythm & Blues. Die Clubs in der Beale Street waren jahrzehntelang das Ziel alljener, die auf die große Chance hofften, ent­deckt zu werden. Für einen unter ihnen wurde dieser Traum wahr: Elvis Preley wurde der „King“. Eine Touristenattraktion wurde sein Anwesen Graceland, wo sich heute auch das Grab von Elvis Presley befindet. Traurige Geschichte machte Memphis am 4.4.1968, als Martin Luther King nur wenig südlich der Beale Street erschossen wurde.

In Memphis machen wir anschließend eine kleine Stadtrunde, wo wir auch die berühmte „Beale-Street“ sehen, in der sich zahlreiche Plattenstudios befinden. In einem davon hat auch Elvis Presley seinen Aufstieg zum „King of Rock’n Roll“ begründet.

Von 14 – 17 Uhr besichtigen wir das „Graceland“, das Haus von Elvis Presley. Neben dem Haus sehen wir auch seinen Cadillac und seine beiden Flugzeuge, die wir auch von Innen besichtigen.

Bild unten: das „Musikzimmer“ von Elvis Presley:


Schließlich fahren wir zu unserem Hotel, dem „Holiday Inn Memphis East“, zu­rück und beenden den Tag mit einem Abendessen im Hotel. Heute mache ich keinen Abendspaziergang mehr, da wir etwas außerhalb des Zentrums wohnen und ich die von der Reisegesellschaft angebotene Stadtrundfahrt durch das nächtliche Memphis nicht mitmachen möchte.

SO, 15.9.
Um 8 Uhr verlassen wir Memphis und fahren bis Mittag nach Jackson, wo wir in einem Restaurant essen. Nachmittag fahren wir weiter bis New Orleans, doch bevor wir noch in der Stadt ankommen, überqueren wir den Lake Pontcharrain auf einer 40 km langen Brücke, die längste Brücke der Welt über Wasser.

Unsere heutige Strecke auf der Landkarte von Memphis über Jackson bis New Orleans immer Richtung Süden: (629 km)


New Orleans
New Orleans ist die größte Stadt des Bundesstaates Louisiana und im Großraum leben hier ca 1,6 Mio. Menschen. New Orleans wird auch heute noch „die Stadt des Jazz“ bezeichnet. Die Hauptstadt von Louisiana ist Baton Rouge. Als wir am Abend in New Orleans bei unserem Hotel ankommen, ist es sehr warm (32 °C) und es ist wolkenlos. Unser Hotel für die folgenden zwei Nächte, das „Marriot French Quarter“, ist ab dem 8. Stock in zwei getrennte unterschiedlich hohe „Türme“ geteilt. Dazwischen befindet sich ein Swimming-Pool.

Während ich am Abend etwa eine Stunde im Fitnesscenter verbringe, das sich im Hotel neben dem Pool befindet, regnet es kurz sehr stark, sofort danach scheint aber wieder die Sonne und die Wolken verschwinden, als ob es schon lange nicht mehr geregnet hätte. Dann verbringe ich noch eine halbe Stunde im Pool.


Etwa um 18 Uhr beginnen wir unseren Abendspaziergang. Wir gehen zum Hafen und sehen den Mississippi-Dampfer „Delta-Queen“, den wir zuletzt in Nashville gesehen haben! Dann wandern wir durch das Einkaufszentrum „Riverwalk“. Im Freien ist es hier wärmer als in allen anderen Städten, die wir bis jetzt besucht haben und in den Geschäften und Gasthäusern scheint es kälter zu sein als je zu­vor auf unserer Reise.

Foto unten: Der Jackson Square mit der Saint Louis Cathedral in New Orleans



Auf einem Platz am Mississippi ist gerade ein Konzert einer spanischen Musik­gruppe, als es plötzlich ohne Vorzeichen binnen Sekunden ganz stark zu regnen anfängt. Obwohl ich nur etwa zehn Sekunden im Regen in Richtung Unterstand gelaufen bin, bin ich so nass, als wäre ich im angezogenen Zustand kurz im Pool geschwommen. Eine Viertelstunde später hört der Regen auf , das Wasser auf dem Platz steht etwa 5 cm hoch, und weitere zehn Minuten später scheint wieder die Sonne und es ist so heiß wie vorher. Die Luftfeuchtigkeit ist dementspre­chend hoch. Wir gehen zum Hotel zurück, um unsere nassen Sachen auszuzie­hen. Nach dem Nachtmahl im Hotel spaziere ich noch bis Mitternacht alleine durch einen Teil des French Quarter.

.. im French Quarter…

MO, 16.9.
Während wir nach 8 Uhr morgens beim Frühstücksbuffet sitzen, regnet es wieder einmal sehr stark. Doch da es kurz darauf wieder sonnig ist, spazieren wir wäh­rend des ganzen Vormittages durch den ganzen Frenchquarter. Es ist wirklich sehr heiß und vor allem auch schwül heute. In einigen Geschäften, unter anderem im Lokal „Planet Hollywood“, das Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Demi Moore und Bruce Willis gehört,  kaufe ich mir ein paar T-Shirts.


Nach dem Mittagessen trainiere ich wieder kurz im Fitnesscenter und bin danach wieder im Pool. Danach gehen wir wieder in das Einkaufszentrum, wo wir auch einen „Hurrican“ trinken, eines der bekanntesten Getränke in New Orleans. Das besondere bei diesem Getränk: Es werden nahezu nur ½ -Liter-Becher ausgege­ben und ein Hurrican beeinhaltet zu 50 % eine Mischung verschiedener Schnäpse. Der Rest ist Sirup und Fruchtsaft, was noch dafür sorgt, daß das Ganze sehr süß ist. Außerdem wird ein Hurrican mit dem Strohhalm getrunken. Auf alle Fälle muß man froh sein, wenn man nach einem Hurrican zumindest noch nüch­tern aussieht.


Am Abend spazieren wir zu siebent durch das French-Quarter. Mit dabei sind: Michaela, Simone und Simone aus Deutschland – Frankfurtnähe, Christiane und Jens aus Deutschland – Berlinnähe und schließlich wir beide, Herbert und Han­nes.
Zuerst wandern wir durch die Bourbon-Street, in der sich das Zentrum des Nacht­leben befindet. Danach verbringen wir fast zwei Stunden im Planet Hol­lywood, wo wir einige Pizzen essen und ein paar Cocktails mit den Bezeichnun­gen „Terminator“, „Jurassic Park“, „The Comet“, „Blue Hawai“ und „Cool Run­ning“ trinken.

Unser nächstes Lokal war das Blues-Café „Rhythms“, wo wir jeder einen Cock­tail trinken, doch jeder bekommt einen Becher mit ca. einen dreiviertel Liter, wovon etwa die Hälfte reiner Schnaps ist! Außerdem ist wieder viel Sirup enthal­ten, was das Ganze, ähnlich wie bei einem Hurrican, sehr süß macht. Das einzige Getränk, das nicht süß ist, habe ich bestellt: Eine „Bloody Mary“. Dieser Cock­tail enthält ca. 40% Schnaps, 20 % Tomatensaft und der Rest sind Tobasco-Sauce und Eiswürfeln! Aber mehr als drei Schluck habe ich von diesem Getränk nicht getrunken. Erstens war das ganze kalt, zweitens hat der Reis gefehlt…


Den Tag bzw. die Nacht beschließen wir dann mit einem kurzen Besuch einer in der Nähe gelegenen Disco. Um etwa 1 Uhr gehe ich schlafen.

Foto unten: Nicht sehr schön – der Blick von unserem Hotel ins Freie…

DI, 17.9.


Um 8 Uhr beginnt unsere heutige lange Fahrt in Richtung Osten bis wir um ½ 11 Uhr bei Mobile rasten.

Unsere Fahrt am 17.9 von New Orleans über Mobile und Pensacola bis Tallahassee…(654 km)

Nach einer kurzen Pause in Mobile fahren wir weiter bis nach Pensacola Beach. Dort kaufen wir uns zuerst eine Jause in einem Geschäft und haben dann zwei Stunden bis 14 Uhr Zeit, um im Golf von Mexiko zu baden. Die Lufttempe­ratur beträgt fast 35 °C, die Wassertemperatur etwa 26 °C! Ich verbringe fast die ganzen zwei Stunden im Wasser, lasse mich von den Wellen treiben und genieße die Sonne. Diese Pause ist leider viel zu kurz.

Foto unten:  … da bin ich (Pfeil) im Wasser…


Danach fahren wir bis nach Tallahassee, wo wir etwa um 19 Uhr ankommen.

Tallahassee

Die 1824 gegründete Hauptstadt des „Sunshine State“ Florida hat 127.000 Ein­wohner und liegt am Beginn des sogenannten Panhandle. Sehenswert sind hier das alte und das neue Kapitol und das reichhaltige Museum of Florida History.

Das erste, das mir in Tallahassee auffällt, ist das „Spanische Moos“, das fast an jedem Baum wie unzählige Netze von Riesenspinnen  klebt. 



Nachdem wir bei unserem Hotel, dem „Holiday Inn Capitol Plaza“, ankommen, spazieren wir noch kurz zu einem in der Nähe befindlichen griechischen Gasthaus, wo wir ein exklu­sives Nachtmahl genießen. Als wir danach zu unserem Hotel zurückkehren, ent­decken wir neben der Lobby unseres Hotels eine Disco, die zum Hotel gehören zu scheint. Da heute Dienstag ist und die Disco „Blue Tuesday“ heißt, kann man heute um umgerechnet öS 100,– einen leeren Blue Tuesday-Becher kaufen. Da­mit kann man dann so viele Cocktails trinken, wie man möchte. Auch Bier ist ab einer bestimmten Uhrzeit für die Besitzer eines solchen Bechers gratis. Doch wir bleiben in dieser Disco nicht sehr lange, da wir von den langen Fahrt und auch noch von der letzten langen Nacht in New Orleans sehr müde sind, und gehen um etwa 23 Uhr schlafen.


Blick vom Hotelzimmer auf den Pool und einen Teil der Stadt…

MI, 18.9.


Heute fahren wir nach dem Frühstück weiter in Richtung Osten. 

Die heutige Fahrtstrecke von Tallahassee bis Orlando (432 km):

Bei „Live Oak“ machen wir am berühmten Suwannee-River eine kurze Pause, um die Stimmung am Fluss zu genießen.

Danach geht es weiter in Richtung Süden, bis wir bei einer Cafeteria Mittages­sen. Unsere nächste Pause nach dem Essen ist bei dem günstigen Jeans-Geschäft „World of Denim“, wo ich auch einige Kleidungsstücke kaufe, die nur etwa halb so teuer als in Mitteleuropa sind. Gleich neben diesem Geschäft befindet sich das Kuriositäten-Museum „Ripley’s – Believe It or Not“.

Um 16,30 Uhr kommen wir dann endlich an unserem Hotel „Comfort Suites“ in Kissimmee bei Orlando an. Nachdem wir unseren Zimmerschlüssel bekommen, essen wir im Gasthaus „Ponderosa“, das sich gleich neben unserem Hotel am „International Drive“ be­findet, ein gutes Abendessen. Da sich auch dieses Mal unser Hotel etwas außer­halb der Stadt befindet, unternehmen wir keinen Abendspaziergang und gehen bald schlafen.

Orlando

Die Stadt Orlando trotz seiner nur etwa 164.000 Einwohner Zentrum einer der meistbesuchten touristischen Regionen der Erde. Diese Stadt hat mit inzwischen ca. 84.000 Hotels und Gasthäusern nach Las Vegas (88.000) die zweitmeisten Gaststätten der USA. Das Größte davon und gleichzeitig das 16. größte der Welt ist mit 2112 Zimmern das Disney-Resort-Hotel. Ebenfalls zu den größten Hotels gehören das Omni Rosen Hotel mit 1.300 Räumen und das Caribe Royale Suites mit 1.200 Zimmern.

In Orlando gibt es ca. 500 Parks. Jährlich pilgern mindestens 10 Millionen Men­schen aus aller Welt in diese Stadt um diese zahlreichen Touristenattraktionen zu besuchen. 


DO, 19.9.


Heute müssen wir bereits um 7 Uhr aufstehen. Da es eine sehr große Auswahl an Parks in Orlando gibt, aber die Besichtigung eines solchen meist einen ganzen Tag dauert, müssen wir uns für einen davon entscheiden. Unsere Wahl fällt auf das Epcot-Center, wohin wir um ca. 9h mit einem Kleinbus fahren.

Epcot-Center

Zu viert, Jens, Christiane, Herbert und ich, spazieren wir durch das Epcot-Center. Zahlreiche Hallen bzw. Gebäude warten uns mit abenteuerlichen Fahrten und Shows auf. Wir sehen uns zuerst einen Teil der Futureworld an:

Bodywars: Eine Fahrt mit einem Boot durch den menschlichen Körper wird si­muliert. Wir sitzen in einem Gefährt, das sich selbst zwar nicht von der Stelle bewegt, aber durch rütteln und schwanken diese Fahrt simuliert, während wir an der Vorderseite der Wand einen Film sehen.
Energy: Etwa 400 Leute sitzen in über 10 Reihen in einem großen Saal. Es ist finster und an die Wand wird ein übergroßer Dinosaurier-Film projeziert. Durch die Größe des Filmes wird der Eindruck erweckt, daß wir selbst ein Teil des Filmes sind. Außerdem wird die Simulation durch Rundumton und die Tatsache, daß sich die gesamte Fläche, auf der die Leute sitzen, sich dreht, verstärkt. Doch plötzlich werden die Sitzreihen in mehrere Teile getrennt, sodaß jetzt immer nur mehr etwa fünf Personen nebeneinander sitzen. Wir fahren auf einmal Reihe für Reihe in einen weiteren Saal, in dem ein Stück Urwald originalgetreu nachgebaut ist. Viele Saurier und Pflanzen befinden sich in diesem Urwald. Die Saurier be­wegen sich und geben Laute von sich. Ein Saurier spuckt Wasser auf die Leute, die in ihren Sitzen unter ihm vorbeifahren.
„Honey, I shrunk the audience!“ – Ein dreidimensionaler Film! Ein Wissenschaft­ler erfindet ein Gerät, das alles schrumpft. Plötzlich werden die Zuschauer, also wir, in den Film eingebunden. Da wir eigene Polarisations-Brillen aufhaben, se­hen wir alles so, als wäre da keine Kinoleinwand, sondern eine Bühne, auf der sich die Schauspieler befinden! Die Zuschauer werden von diesem Wissenschaft­ler auf der Bühne geschrumpft und die Schauspieler werden riesengroß. Ein Hund niest auf die Zuschauer, wir werden wirklich naß! Mäuse laufen von der Bühne ins Publikum und ich merke wie plötzlich etwas meine Füße berührt! In Wirklichkeit ist alles nur ein Film, doch es scheint real zu sein. Nach der Show sehe ich die Düsen in den Sitzen, von denen das Wasser auf die Zuschauer ge­sprüht wurde und ein Kabel, das in jedem Sitz eingebaut ist und für den Effekt mit den Mäusen, die ins Publikum laufen, sorgt.
Planet Earth: Von außen sieht es wie eine riesige Kugel aus. Es handelt sich um das größte Bauwerk im Epcot-Center. Ähnlich wie bei einer Geisterbahn fahren wir mit kleinen Wägelchen über eine Viertelstunde durch das Innere dieser Kugel während sich diese kleinen Wagen immer automatisch dorthin drehen, wo gerade etwas passiert.
Lands: Wir fahren mit einem Boot an künstlich angelegten Feldern vorbei, an denen Reis, Mais, Bohnen, Hopfen, Tabak und vieles anderes angebaut werden.
The living Sea: Zuerst steigen wir in einen Aufzug ein, der den Namen „Hydralisator“ trägt und den Eindruck erweckt, als würden wir hunderte Meter in die Tiefe fahren. Unten angelangt, befindet wir uns in einem museumartigen Raum, wo sich zahlreiche Auslagen befinden. In diesen Auslagen sehen wir zahl­reiche Meerestiere, Haie, Algen usw.
Imagination: Ähnlich wie Planet Earth fahren wir mit kleinen Wägelchen durch eine imaginäre, surreale Welt.
Innovations: In einer großen Halle stehen hunderte PC’s und Spiele-Computer al­ler Marken zur freien Verfügung. Ich „surfe“ eine Stunde im Internet.

Schließlich sehen wir uns World Showcase an. Rund um einen See sind elf Länder nachgebaut. In je­dem dieser Länder befinden sich einige typische Gebäude und manchmal sogar kleine Gassen in Originalgröße, Restaurants und Geschäfte. Wir fahren in „Norwegen“ mit einem Schiff durch eine norwegi­sche Landschaft im Inneren eines Gebäudes. Am Schluß dieser Fahrt befindet sich ein Wasserfall, doch das Schiff bremst automatisch ab und fährt einen ande­ren Weg weiter. Auch in „Mexiko“ fahren wir mit einem Boot durch eine Aus­stellung, in der Mexiko dargestellt wird. Alles befindet sich im inneren eines Bauwerks. Auch ein Restaurant, das Mexiko bei Nacht simuliert. Neben diesem Restaurant sind zahlreiche Tische aufgestellt, Leute sitzen bei dämmriger Abend­stimmung und Kerzenlicht im „Freien“, im Hintergrund das nächtliche Mexiko, eine mexikanische Folkloregruppe musiziert, und dabei ist das alles nur im Inne­ren eines Gebäudes der nachgebauten mexikanischen Stadt. In „Mexiko“ genie­ßen wir auch ein Mittagessen. In „China“ sehen wir im  Himmelstempel einen 360-Grad-Film. Wir stehen in diesem runden Gebäude und ein etwa viertelstündiger Film über China wir rundum projeziert.

Kurz nach 19 Uhr fahren wir mit dem Shuttle-Bus wieder zu unserem Hotel zu­rück. Später, etwa um 22 Uhr, treffen wir uns noch zum letzten Mal mit den deutschen Reisekollegen, mit denen wir während unserer Reise den meisten Kon­takt hatten und plaudern noch ein wenig.
FR, 20.9.
Um 6 Uhr bereits stehen wir auf, essen unser letztes Frühstück in den USA und fahren anschließend weiter in Richtung Süden. 

Unsere heutige Fahrtstrecke von Orlando bis Miami (416 km):

Zuerst fahren wir zur Halbinsel Cape Kanaveral, wo es fast hunderttausend freilebende Alligatoren gibt.

Ab 10 Uhr haben wir eine ca. zweistündige Rundfahrt im Kennedy Space Center, dem Zentrum für die bemannte Raumfahrt der Vereinigten Staaten. Ebenfalls auf Cape Kanaveral gibt es den Kennedy Space Port, die Station für die unbemannte Raumfahrt. Die gesamte Fläche der Station ist 220 km². Ein Space-Shuttle um­kreist die Erde in einer Höhe von 565 km in etwa 35 Minuten. Die durchschnitt­lichen Kosten einer Weltraummission betragen 600 Mio. US-$. Vor einem Rake­tenstart werden alle rund 6 Millionen Einzelteile überprüft.

Auf dem Gelände des Kennedy Space Center sehen wir während unserer Rund­fahrt einige beeindruckende Bauwerke, wie zum Beispiel das nach dem Volumen zweitgrößte Gebäude der Welt (etwa 125 Mio. m³, ein Würfel mit der Kanten­länge von rund 500 m). Auf dem Gebäude befindet sich eine amerikanische Fahne mit der Größe von 65 x 63 m, allein der blaue Teil der Fahne hat die Größe eines Basketballfeldes. Im Gebäude selbst ist Platz für fast 100 Freiheits­statuen.



Nach der Mittagspause fahren wir durch Holliwood und nach Palm Beach.


Auf dem Highway geht es dann ca. 60 km weiter nach Süden bis Fort Lauderdale. Danach fahren wir weiter an Palm Island und Star Island vorbei und schließlich erreichen wir Miami Beach, wo wir schließlich um etwa 17,30 Uhr unsere Reisegruppe verlassen und uns von unseren Reisekollegen verabschieden müssen. Wir fahren danach mit einem Taxi zu unserem Hotel, dem Days Inn am Miami Airport. Es hat 35 °C. Den heutigen, letzten Urlaubstag, beschließe ich mit einem zweistündigen Bad im Pool von etwa 20 – 22 Uhr. Das Wasser hat so­gar noch um diese Zeit 28 °C.

SA, 21.9.
Heute stehen wir um 8 Uhr auf. Leider ist unser Urlaub nun zu Ende und heute steht nur noch unsere Heimreise auf dem Programm. Wir fahren nach dem Früh­stück mit dem hoteleigenen Shuttledienst kostenlos zum Delta-Terminal des Flughafengebäudes, checken dort ein und fliegen von 12,50 – 15,30 Uhr nach New York. Dort haben wir genügend Zeit um im Dutyfree-Shop einzukaufen. Erst um 19,45 Uhr, eine Stunde verspätet, ist unser Abflug in Richtung Wien.




Zusammenfassung:

Unsere Route in Nordamerika führte uns, wenn man die Strecke nach den Nächtigungsorten unterteilt, in 16 Etappen und insgesamt 6946 km mit dem Bus durch USA und Kanada.

Und hier noch eine alphabetische Liste von dem, was wir alles gesehen haben (zumindest ein Teil davon – die aufzählung ist sicherlich nicht vollständig):

Alabama, Appalachen-Gebirge, Appalachian Trail, Arkansas, Arlington, Augusta, Basilique Notre Dame, Baton Rouge, Beale Street, Biscayne Bay, Blue Ridge Mountains, Blue Ridge Parkway, Boston, Bourbon-Street, Bridgeport, Buffalo, Cape Kanaveral, Casey Jones-Village, Central Park, Chateau Frontenac, Chateau Laurier, Cherokee, Chrysler-Building, CN-Tower, Connecticut, Cumberland-River, Cypress Gardens, Delta-Queen, Disney-World, Liberty Island, Lincoln Memorial, Live-Oak, Lousiana, Maine, Memphis, Miami, Miami Beach, Mississippi-Dampfer, Mobile, Mont Royal, Montgomery, Montreal, Nashville, New Hampshire, New Haven, New Orleans, New York, Niagarafälle, Niagara-on-the-lakes, North Carolina, Oconaluftree Indian Village, Old Town Trolley, Oratoire Saint-Joseph, Orlando, Ottawa, Palm Beach, Panhandle, Pennsylvania, Pennsylvania Dutch Country, Pensacola Beach, Pentagon, Pentagon City, Quebec, Quincy Market, Duke Chapel, Durham, Ellies Island, Empire State Building, Epcot-Center, Florida, Fort Lauderdale, Fran, Freedom Trail, Freiheitsstatue, French Quarter, George Bush, Gettysburg, Graceland, Grand Ole Opry, Great Smoky Mountains National Park, Hancock Tower, Harrisburg, Hartford, Hickory, Hill Island Sydeck, Holliwood, Hummeressen, Hurricans, Ivy Led, Jackson (MS), Jackson (TN), James-River, Kennebunk, Kennedy Space Center, Knoxville, Lady Liberty, Lake Pontcharrain, Lancester County, R.J.Reynolds, Raleigh, Research Triangle Park, Riverwalk, Rockefeller-Center, Seaworld, Skowhegan, Skydome, Smoky Mountains, St.-Lorenz-Strom, Star Island, Suwannee-River, Tallahassee, Tennessee, Thousand Islands National Park, Times Square, Toronto, Trump-Tower, United States Capitol, Universal-Studios, Vietnam Veterans Memorial, Virginia, Wall Street, Washington D.C., Weisses Haus, Wild Kingdom, Williamsburg, Winston-Salem, World Trade Center,….

Nach dem 7 ½ stündigem Flug landen wir planmäßig um ca. 9,15 Uhr in Wien bei eiskalten 12 Grad °C. Anschließend fahren wir mit dem Bus zum Südbahnhof und mit dem Zug nach Gloggnitz, wo wir um ca. 12,30 Uhr ankommen.

demnächst -> nächste Reise: Reise 9: 9 Tage in Rom

Unser Garten Mitte April

So viel hat sich in den letzten Wochen seit dem letzten Garten-Blogeintrag nicht getan..
Aber alles blüht und ich möchte euch ein paar schöne Fotos zeigen.

Was uns am meisten bewegt hat: Wir haben unsere über den Winter groß gewordenen Igelkinder ins Freie gelassen. Wir denken, sie brauchen jetzt unsere Hilfe nicht mehr…


Die neue Futterstelle – dieses Mal mit der Tür ins Freie..!


… wir nehmen Abschied..

Abschließend noch ein paar schöne Schnappschüsse…


Jonas, der Baumkletterer – bis über zwei Meter klettert Jonas ohne Hilfe..

Unser Garten Mitte April

So viel hat sich in den letzten Wochen seit dem letzten Garten-Blogeintrag nicht getan..
Aber alles blüht und ich möchte euch ein paar schöne Fotos zeigen.

Was uns am meisten bewegt hat: Wir haben unsere über den Winter groß gewordenen Igelkinder ins Freie gelassen. Wir denken, sie brauchen jetzt unsere Hilfe nicht mehr…


Die neue Futterstelle – dieses Mal mit der Tür ins Freie..!


… wir nehmen Abschied..

Abschließend noch ein paar schöne Schnappschüsse…


Jonas, der Baumkletterer – bis über zwei Meter klettert Jonas ohne Hilfe..

REISEARCHIV: Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 2)

Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 2)
31.8.-21.9.1996

Da dieser Reisebericht relativ umfangreich ist, habe ich ihn in drei Teile geteilt. Dieses Mal führt uns die Reise von Quebec weg immer Richtung Süden bis Nashville.


Link zu Teil 1: USA OST (Teil1)

Reiseübersicht 2. Teil:


MI, 4.9.

Quebec

Also am Abend kommen wir in Quebec an. Ich spaziere noch ein wenig durch die Altstadtgassen und genieße für ein paar Stundes das Nachtleben dieser Stadt.. Als ich um 23.45 Uhr in unser Hotel zurückkehre, zeigt das Ther­mometer noch immer 23 °C an!



In den Altstadtgassen spürt man einen Hauch von Montmartre, wenn man die zum Kauf angebotenen Stiche und Gemälde betrachtet, und wer dann in einem der Restaurants „diniert“, glaubt tatsächlich, in Paris zu sein.




Besonders stolz sind die Einwohner von Québec-Stadt auf das „Château Frontenac“, das heute zur Nobelherberge umgebaut ist…




In Quebec befindet sich auch die einzige erhaltene Stadtmauer von Nordamerika…

DO, 5.9.
Um 8.30 Uhr verlassen wir unser Hotel und machen während das ganzen Vormit­tags eine kleine Stadtrundfahrt in Québec. Eines fällt mir auf der Fahrt sofort auf: Die Autos haben vorne keine Kennzeichentafeln, sondern nur hinten.

Unsere Fahrtstrecke am 5.9. von Quebec bis Montreal (272 km)


Um 15,30 Uhr kommen wir in Montréal an und machen dort eine Rundfahrt mit dem Bus. Es hat 28 °C.

Montreal



Montréal zählt heute zu den wichtigsten Metropolen Nordamerikas. Mit fast 2 Mio. Einwohnern ist Montréal die zweitgrößte Stadt Kanadas und zugleich die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Erde. 

Aufgrund einer Regelung darf in Montréal kein Gebäude höher sein als der 238 m hohe Berg „Mont-Royal“, von dem der Name der Stadt herkommt. Aus diesem Grund ist das höchste Haus von Montréal 236 m hoch. Wir fahren unter anderem zur Basilique Notre-Dame, zum Stadtzentrum mit dem Place Ville-Marie und zum Rathaus von Montréal, dem Hôtel de Ville im Stadtteil Vieux-Montréal.


Nach einer Stunde Pause in unserem Hotel, dem Crowne Plaza Metro Centre, be­ginnen wir unseren Abendausflug in das nächtliche Montréal. Zuerst fahren wir zum Oratoire Saint-Joseph nahe am Westausgang des Parc du Mont-Royal, das ein bedeutender Wallfahrtsort zu Ehren des Schutzpatron von Kanada ist. Vom Hügel aus bietet uns ein nächtlicher Blick auf die Olympiastadt.

Anschließend fahren wir in den Stadtteil „Vieux-Montréal“. Dieser altfranzö­sisch anmutende Teil der Stadt ist auch am Abend reizvoll. Am alten Hafen ge­nießen wir ein exklusives Abendessen. Am Heimweg informiert uns eine Neon­anzeige, dass es sogar jetzt noch, um 22,30 Uhr, 25 °C hat. Also langsam frage ich mich, wozu ich die vielen warmen Pullis mitgenommen habe, denn unsere Reise führt uns nur mehr weiter in Richtung Süden!


FR, 6.9.

Von 7 bis ¾ 8 Uhr genießen wir wieder einmal ein auswahlreiches Frühstücks­buffet in Montréal. Danach fahren wir mit dem Bus weiter nach Ottawa, der Hauptstadt von Kanada, wo wir um etwa um ½ 11 Uhr ankommen.

Unsere Fahrtstrecke am 6.9. von Montreal über Ottawa bis Toronto (657 km):




Ottawa

„Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte!“ Dieser Satz passt hervorragend für Montréal und Toronto, die beide keine Anstrengungen ausließen, um zur Hauptstadt Kanadas erkoren zu werden. Doch alles sollte ganz anders enden: Zum Schrecken der beiden Großstädte erhob Queen Victoria den einstigen Bauarbeiterort Bytown im Jahre 1857 in diesen Stand, da sie einen „neutralen“, also weder vollkommen englischen noch ganz französischen Ort suchte, um keine der beiden Rivalinnen zu bevorzugen.


Eines der Parlamentsgebäude von Ottawa:



Nach diesem kurzen Stopp bei den Parlamentsgebäuden fahren wir zum Marktplatz, wo wir ein italienisches Mittagessen genießen. Gleich danach geht unsere heutige Reise weiter durch den Thousand Islands Na­tional Park. Auf einer Strecke von 80 km entlang des St.-Lorenz-Stromes sind Tausende von kleinen Inseln verstreut. 


Wir fahren zum 120 m hohen Aussichts­turm auf Hill Island Sydeck, die wir über eine Brücke bei Ivy Led um etwa 14 Uhr erreichen. Wir haben eine Stunde Pause um von dort aus die gesamte Insel­landschaft überblicken zu können.

Toronto

Als wir nach der folgenden länger dauernden Busfahrt um 18 Uhr in Toronto an­kommen, hat es 29 °C.

Toronto ist heute die größte kanadische Stadt und gleichzeitig die neuntgrößte Stadt von Nordamerika.

Gleich nach der Ankunft und nachdem ich einen kurzen Blick in unser Zimmer geworfen habe, gehe ich sofort alleine zum CN-Tower, da es bereits dämmrig geworden ist und morgen für eine Turmfahrt keine Zeit ist. Dieser mit seinen 553,35 m höchste freistehende Turm der Erde ist gleich das übernächste Gebäude nach unserem Hotel, dem Crowne Plaza Toronto Centre. Ich fahre zuerst mit dem Lift in weniger als einer Minute zum Sky Pod in die Höhe von 335,3 m. Von hier aus bietet sich bereits ein gewaltiger Ausblick auf die Stadt. Anschließend fahre ich mit einem weiteren Aufzug in das Space Deck, das sich in einer Höhe von 446,50 m. Zum Vergleich: Der Eiffelturm ist 300 m hoch.





Unser Hotel von Oben: 



Anschließend machen wir einen Spaziergang im nächtlichen Toronto bis wir ein geeignetes Lokal für unser Nachtmahlessen finden. Wir gehen in das Lokal und warten, wie es in ganz Nordamerika üblich ist, bis ein Kellner kommt und uns einen Platz zuweist. Wir setzen an den für uns bestimmten Tisch und bestellen uns als erstes etwas zu trinken. Ich bestelle, wie bereits gewohnt, ein großes Cola ohne Eis, weil sonst meist so gut wie nur Eis und fast kein Getränk im Glas ist, Herbert bestellt für sich ein großes Bier. Soweit so gut. Doch dann fragt der Ober plötzlich, ob es wirklich ein großes Bier sein soll und welches Bier Herbert gern hätte und gibt ihm die Speisekarte. Nach dem erneuten Blick auf die Spalte mit den Getränken fällt ihm plötzlich auf, daß ein kleines Bier fast ½ Liter (16 fl. oz), ein normales fast ein Liter (32 fl. oz) und ein großes, also das Bier, das Herbert beinahe bestellt hätte, 1,8 Liter (64 fl. oz) sind! Zehn Minuten später bringt mir der Kellner meinen 2 Liter-Becher mit Cola…. zum Glück ohne Eis! Die weitere Ablauf des Abends war ohne besondere Vorkommnisse. Danach besuchen wir noch ein paar andere Lokale, unter anderem das Hardrock-Café, das sich im Ge­bäude des Skydome neben dem CN-Tower, also in Hotelnähe, befindet.

Später spaziere ich noch alleine einige Kilometer Richtung Norden bis nach Chinatown und kehre dann wieder zum CN-Tower zurück. Als ich später wieder zum Hotel zurückkehre, hat es immer noch 25 °C. Langsam müsste ich diese Temperaturen gewohnt sein, doch ich bin immer noch verwundert, dasses hier im relativ nördlich gelegenen Kanada im September noch so heiß ist. Außerdem habe ich gestern erst in der Zeitung gelesen, dass Wien zur Zeit mit nur 15 °C Mittagstemperatur eine der kältesten Hauptstädte Europas ist!


SA, 7.9.

Nach dem Frühstück machen wir ab ½ 9 Uhr bei bereits 25 °C eine kleine Stadt­rundfahrt durch Toronto. Wir fahren u.a. durch Chinatown durch, eines der größ­ten chinesischen Stadtteilen des nordamerikanischen Kontinents.

Bild unten: das Rathaus von Toronto

Nach etwa einer Stunde beginnt unsere Reise in Richtung Niagara-Fälle. Wäh­rend der Fahrt merken wir, wie es draußen etwas windig und regnerisch wird. Nach ca. ½ Stunde Fahrt fängt es stärker zu regnen an. Wir erfahren, daß der Hurrikan „Fran“, der in North Carolina vor ungefähr einer Woche einer Schaden in Milliardenhöhe angerichtet und 17 Todesopfer gefordert hat, anschließend weiter in Richtung Nordwest weitergezogen ist und während des heutigen Tages in Buffalo ankommt. In North Carolina war „Fran“ sogar der stärkste Sturm seit 1954. Doch dieser Hurrikan ist inzwischen eigentlich kein Hurrikan mehr, denn über Land verliert ein solcher Sturm an Kraft und es weht nur mehr ein stärkerer Wind, der jedoch viel Regen mitbringt.

Unsere Fahrtstrecke am 7.9. von Toronto bis Buffalo (190 km):



Einer Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch ist Niagara-on-the-Lakes, wo wir um 12 Uhr mittags ankommen und mittagessen. Diese 13.000 Einwohner zählende Stadt am Westufer des Niagara River war die erste Hauptstadt von Oberkanada. Doch es regnet teilweise stark und hat nur mehr 19 °C.


Bei den Niagarafällen:



Nach dem Essen fahren wir nach Niagara Falls, das noch in Kanada liegt, denn es gibt zwei benachbarte Städte, die beide Niagara Falls heißen und beide etwa 70.000 Einwohner zählen. Die eine Stadt liegt in Kanada, Provinz Ontario, die andere liegt bereits im amerikanischen Bundesstaat New York. Zwischen den beiden Städten ist der Niagara River und genau in der Mitte des Flusses liegt die Staatsgrenze zwischen Kanada und den USA.




Buffalo

Nach unserem Ausflug fängt es plötzlich stark zu regnen an und es wird merklich kühler. Doch das macht uns fast gar nichts, denn wir fahren heute nur noch zu unserem Hotel im nahegelegenen Buffalo, dem Buffalo Hilton, wo wir um etwa 18 Uhr ankommen.

Buffalo ist die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates New York und einer der Haupthäfen an den Großen Seen. Von der 28 Stockwerke hohen City Hall eröff­net sich ein prächtiges Panorama über den Westteil des Bundesstaates.


Nach dem Abendessen in einer kleinen Pizzeria gehen wir zu einem gemütlichen Pub in der Nähe, wo gerade eine Bluesband ein kleines Konzert gibt. Dort blei­ben wir dann auch noch etwas länger….
SO, 8.9.
Die heutige Fahrt beginnt um ½ 8 Uhr. Wir fahren zuerst bis ¾ 10 Uhr zu einem großen Supermarkt, wo wir uns mit ein paar Sachen eindecken können. Ein paar Reisekumpanen wollen Bier kau­fen, doch da heute Sonntag ist und noch dazu Vormittag, darf kein alkoholisches Getränk gekauft werden! Es stehen zwar Unmengen von Bier in den Regalen, das man auch aus dem Regal heben darf, doch an der Kassa kommt man nicht vor­bei! Spätestens zu diesem Zeitpunkt erfährt man, dass man das Getränk wieder an seinem ursprünglichen Platz zurückstellen muss.
Danach fahren wir weiter bis zu einem Rasthaus, wo wir um 12 Uhr mittagessen.

Unsere Fahrtstrecke am 8.9. von Buffalo über Harrisburg bis Gettysburg (574 km):

Gettysburg

In Gettysburg kommen wir um 15,30 Uhr an und haben bis 17 Uhr noch einen Aufenthalt bei einem Museum, in dem an die entscheidendste Schlacht des Sezessionskrieges erinnert wird. Gleich in der Nähe befindet sich auch ein Friedhof, der auch mit einigen Denkmälern ausgestattet ist.


Schließlich werden wir zu unserem Hotel, dem Hotel Eisenhower, gebracht. Die­ses Hotel ist eines der besten Hotels während unserer ganzen Reise. Es ist mit Fitnesscenter, Tischtennisraum, Basketball- und Baseball-Trainingsgeräten, Go­kartbahn, Swimmingpool etc. ausgestattet. Nach dem Nachtmahlessen nutze ich diese Gelegenheit, viele Freizeiteinrichtungen zur Verfügung zu haben, auch gleich aus. Ich verbringe eine Stunde im Fitnesscenter, spiele mit Herbert eine halbe Stunde Tischtennis, fahre mit ein paar Buskollegen, nämlich mit Michaela, Simone, Simone, Christiane, Jens, Sandra und René, auf der Gokart-Bahn. Die­sen Tag beschließen wir mit einem Getränk am Pool.



MO, 9.9.

Um ½ 9 Uhr Abfahrt nach Lancester County inmitten des sogenannten Pennsyl­vania Dutch Country. 

Unsere Fahrtstrecke am 9.9 von Gettysburg über Lancester bis Washington D.C. (288 km)

PENNSYLVANIA DUTCH COUNTRY
Im Südosten von Pennsylvania erstreckt sich dieses landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiet, das in Lancaster sein Zentrum hat. Der Name „Dutch“ kommt aber nicht von „Holländisch“, was Dutch ins Deutsche übersetzt eigentlich be­deuten würde. Die Einwohner dieses Gebietes kommen nämlich großteils aus Deutschland. Als sie von den Einheimischen gefragt wurden, welche Nationalität sie haben, gaben sie zur Antwort „Deutsch“ und im Laufe der Zeit wurde aus „Deutsch“ „Dutch“.

Wir besichtigen von etwa 10-11 Uhr eine Farm der Amish People, wo wir zuerst eine Führung im Inneren des Hofes haben und dann im Freien selbständig diese Farm, die wie ein Freilichtmuseum aufgebaut ist, ansehen können. Es hat fast 32 °C.


Anschließend fahren wir noch durch dieses „Pennsylvania Dutch Country“ und können dabei öfters amische Bauernhöfe erkennen. Das wichtigste Merkmal ist dabei, daß keine Stromleitung zu den Gebäuden führt. Heute gibt es noch ein wichtiges Merkmal: Montag ist Waschtag! Aus diesem Grund ist bei allen ami­schen Höfen in dieser Gegend die typische amische Wäsche auf einer Leine auf­gehängt.

Anschließend fahren wir zu dem Farm-Restaurant „Stolzfus“, mittagessen und danach über Baltimore nach Washington, wo wir um 16 Uhr bei unserem Hotel, dem Omni Shoreham, ankommen. Es hat 29 °C.

Washington

Die Bundeshauptstadt Washington ist Mittelpunkt eines Ballungsgebietes mit 3,75 Mio. Einwohnern. In der Stadt selbst leben etwa 607.000 Menschen.

Nach 18 Uhr fahre ich alleine mit der U-Bahn zum Zentrum der Stadt und foto­grafiere ein wenig das abendliche Washington. Anschließend fahre ich weiter zur Pentagon City, einem Einkaufszentrum im Sü­den der Stadt. Nach einem umfangreicheren Einkauf fahre ich mit der U-Bahn ein kleines Stück zurück und gehe dann den fast 5 km langen Rest der Weg­strecke zu Fuß, mit der Landkarte in der Hand, zu unserem Hotel zurück. Meine Absicht war, die Stadt kennenzulernen, und das erreicht man meiner Meinung nach nur, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Wenn man nur mit der U-Bahn fährt, dann weiß man oft gar nicht genau, wo man sich eigentlich in der Stadt befindet. Ist man aber in einem Teil einer fremden Stadt mit einer Landkarte selbständig und dann noch zu Fuß unterwegs, dann weiß man auch später noch ganz genau, wo man war. Man kennt die Stadt oder zumindest den Teil, durch den man ge­gangen ist. Um 23 Uhr, als ich bei unserem Hotel ankomme, hat es laut Neonan­zeige exakt 28,3 °C!



DI, 10.9.

Der heutige Tag beginnt für uns nach dem Frühstück mit einer Rundfahrt durch Washington. Zuerst besichtigen wir das Weisse Haus:



Danach geht es weiter zu den Sehenswürdigkeiten „Lincoln Memorial“, „Viet­nam Veterans Memorial“ und schließlich zum „United States Capitol“, das sich am Ostende der Mall befindet und weithin sichtbar auf dem 30 m hohen Capitol Hill thront. 



Wir nehmen auch an einer Führung durch die Innenräume des Capitol teil. Die dem Petersdom in Rom nachgebildete Kuppel ist 82 m hoch.

Foto des Capitols:

Danach fahren wir in das benachbarte Arlington, wo wir den Nationalfriedhof der Vereinigten Staaten besuchen, wo sich auch das Grab von J. F. Kennedy be­findet.

Nach dem Mittagessen in einem irischen Pub in der Nähe unseres Hotels besu­chen wir von 14,30 bis 18,30 Uhr den Zoo. Es hat ca. 33 °C und es ist sehr feucht und regnerisch, beinahe tropisch.

MI, 11.9.
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus weiter in Richtung Williamsburg. Doch bevor wir das heute sehr regnerische Washington verlassen, werden wir von zahlreichen Überschwemmungen, verursacht durch den starken Regen den der Hurrikan Fran mit sich bringt, aufgehalten. Es hat auf 23 °C abgekühlt.
Wir fahren auch noch beim Pentagon vorbei, dem Synonym für das US-Verteidi­gungsministerium und dem Sitz des US-Militärapparats. Dieses Gebäude ist das größte Bürogebäude der Welt. Den 35.000 ständigen Angestellten und den Besu­chern stehen 50.000 Parkplätze zur Verfügung. 

Unsere Fahrt am 11.9. von Washington über Williamsburg bis Durham (521 km):



Um ca. ½ 12 Uhr erreichen wir schließlich Williamsburg im Bundesstaat Virgi­nia.

Williamsburg


Williamsburg war im 18. Jahr­hundert die Hauptstadt der damaligen Kolonie Virginia und ist heute das größte Freilichtmuseum der USA.

Leider regnet es, als wir durch diese ehemalige Kolonialhauptstadt spazieren. Danach fahren wir wieder weiter und überqueren, bevor wir Durham erreichen, den James-River mit einer Fähre.



Um 18 Uhr kommen wir schließlich bei unserem Hotel „Omni Durham“ in Durham an, das sich in der Nähe der Hauptstadt von North Carolina, Raleigh, befindet.

Durham

DO, 12.9.
Unser erstes Ziel am heutigen Tag ist die „Duke Chapel“ und anschließend der Park des Duke.


Unsere Fahrtstrecke am 12.9. von Durham über Winston-Salem und Hickory bis Cherokee (474 km):

Danach, um etwa 9 Uhr, beginnt unsere zweistündige Fahrt nach Winston-Salem. Dort angekommen, besichtigen wir die Firma „R. J. Reynolds“, die zweitgrößte Zigarettenfabrik der Welt. Hier werden 9000 Zigaretten in der Minute hergestellt, 24 Stunden am Tag. In den USA gibt es strenge Gesetze, die das Rauchen einschränken sollen, und das obwohl beispielsweise in den Staaten North Carolina und Kentucky mehr als 10 % der Bevölkerung in der Tabakindustrie beschäftigt sind.
Anschließend fahren wir nach Hickory, wo wir von etwa 13-14 Uhr Mittagessen. Das Lokal im Westernlook bietet den Gästen etwas Besonderes, denn schon beim reingehen fällt uns auf, daß der Fußboden etwa 10 cm hoch gleichmäßig mit Erdnussschalen bedeckt ist. Auf jedem Tisch steht nämlich ein großes Glas mit Erdnüssen, wovon sich die Leute gratis bedienen können. Die Erdnussschalen dürfen dabei einfach auf den Fußboden geworfen werden.

Nachmittag geht die Fahrt über die Blue Ridge Parkway quer von Ost nach West durch die Blue Ridge Mountains weiter, bis wir um etwa 17 Uhr unser Hotel, das „Great Smokies Inn“ im Örtchen Cherokee, das im Cherokee-Indianerreservat liegt, ankommen.

Cherokee

Die Cherokee Indian Reservation, im äußersten Westen von North Carolina gele­gen, ist die größte Indianerreservation östlich des Mississippi. Im Städtchen Che­rokee gibt es ein informatives Museum und im Oconaluftree Indian Village oberhalb des Ortes wird versucht, das frühere Stammesleben für die Touristen zu rekonstruieren. Die Hauptstadt von North Carolina ist Raleigh.

Am Abend spazieren wir zuerst von einem Geschäft zum anderen. Ich kaufe mir in einem Ledergeschäft einen indianischen Gürtel, in den mir der Verkäufer noch gratis meinen Vornamen eingraviert. In Cherokee gibt es in Hotelnähe nur zwei Gasthäuser, ein Casino und einen Funpark.

Kurz vor 18 Uhr hat der Fun-Park noch offen und wir spielen Minigolf bis es dunkel wird. Den Tag beschließen wir nach dem Abendessen im Casino.

FR, 13.9.

Um ½ 9 Uhr beginnt unsere Busfahrt und wir fahren durch den Great Smokie Mountains – Nationalpark.

Unsere Fahrtstecke am 13.9. von Cherokee über Knoxville bis Nashville (394 km):

Wir fahren anschließend weiter bis zum Mittagessen in Knoxville. Hier hat es um 12 Uhr wieder 25 °C. Danach fahren wir bis nach Nashville.  Doch bevor wir diese Stadt erreichen, müssen wir die Uhrzeit um eine Stunde zurückstellen, da wir von der „Eastern Time“ – Zeitzone in die Zeitzone „Central Time“ gefahren sind.


demnächst -> USA OST (Teil 3) (Nashville – Memphis – New Orleans – Mobile – Tallahassee – Orlando – Miami)

REISEARCHIV: Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 2)

Reise 8 – USA/KANADA – zu den Höhepunkten der amerikanischen Ostküste (Teil 2)
31.8.-21.9.1996

Da dieser Reisebericht relativ umfangreich ist, habe ich ihn in drei Teile geteilt. Dieses Mal führt uns die Reise von Quebec weg immer Richtung Süden bis Nashville.


Link zu Teil 1: USA OST (Teil1)

Reiseübersicht 2. Teil:


MI, 4.9.

Quebec

Also am Abend kommen wir in Quebec an. Ich spaziere noch ein wenig durch die Altstadtgassen und genieße für ein paar Stundes das Nachtleben dieser Stadt.. Als ich um 23.45 Uhr in unser Hotel zurückkehre, zeigt das Ther­mometer noch immer 23 °C an!



In den Altstadtgassen spürt man einen Hauch von Montmartre, wenn man die zum Kauf angebotenen Stiche und Gemälde betrachtet, und wer dann in einem der Restaurants „diniert“, glaubt tatsächlich, in Paris zu sein.




Besonders stolz sind die Einwohner von Québec-Stadt auf das „Château Frontenac“, das heute zur Nobelherberge umgebaut ist…




In Quebec befindet sich auch die einzige erhaltene Stadtmauer von Nordamerika…

DO, 5.9.
Um 8.30 Uhr verlassen wir unser Hotel und machen während das ganzen Vormit­tags eine kleine Stadtrundfahrt in Québec. Eines fällt mir auf der Fahrt sofort auf: Die Autos haben vorne keine Kennzeichentafeln, sondern nur hinten.

Unsere Fahrtstrecke am 5.9. von Quebec bis Montreal (272 km)


Um 15,30 Uhr kommen wir in Montréal an und machen dort eine Rundfahrt mit dem Bus. Es hat 28 °C.

Montreal



Montréal zählt heute zu den wichtigsten Metropolen Nordamerikas. Mit fast 2 Mio. Einwohnern ist Montréal die zweitgrößte Stadt Kanadas und zugleich die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Erde. 

Aufgrund einer Regelung darf in Montréal kein Gebäude höher sein als der 238 m hohe Berg „Mont-Royal“, von dem der Name der Stadt herkommt. Aus diesem Grund ist das höchste Haus von Montréal 236 m hoch. Wir fahren unter anderem zur Basilique Notre-Dame, zum Stadtzentrum mit dem Place Ville-Marie und zum Rathaus von Montréal, dem Hôtel de Ville im Stadtteil Vieux-Montréal.


Nach einer Stunde Pause in unserem Hotel, dem Crowne Plaza Metro Centre, be­ginnen wir unseren Abendausflug in das nächtliche Montréal. Zuerst fahren wir zum Oratoire Saint-Joseph nahe am Westausgang des Parc du Mont-Royal, das ein bedeutender Wallfahrtsort zu Ehren des Schutzpatron von Kanada ist. Vom Hügel aus bietet uns ein nächtlicher Blick auf die Olympiastadt.

Anschließend fahren wir in den Stadtteil „Vieux-Montréal“. Dieser altfranzö­sisch anmutende Teil der Stadt ist auch am Abend reizvoll. Am alten Hafen ge­nießen wir ein exklusives Abendessen. Am Heimweg informiert uns eine Neon­anzeige, dass es sogar jetzt noch, um 22,30 Uhr, 25 °C hat. Also langsam frage ich mich, wozu ich die vielen warmen Pullis mitgenommen habe, denn unsere Reise führt uns nur mehr weiter in Richtung Süden!


FR, 6.9.

Von 7 bis ¾ 8 Uhr genießen wir wieder einmal ein auswahlreiches Frühstücks­buffet in Montréal. Danach fahren wir mit dem Bus weiter nach Ottawa, der Hauptstadt von Kanada, wo wir um etwa um ½ 11 Uhr ankommen.

Unsere Fahrtstrecke am 6.9. von Montreal über Ottawa bis Toronto (657 km):




Ottawa

„Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte!“ Dieser Satz passt hervorragend für Montréal und Toronto, die beide keine Anstrengungen ausließen, um zur Hauptstadt Kanadas erkoren zu werden. Doch alles sollte ganz anders enden: Zum Schrecken der beiden Großstädte erhob Queen Victoria den einstigen Bauarbeiterort Bytown im Jahre 1857 in diesen Stand, da sie einen „neutralen“, also weder vollkommen englischen noch ganz französischen Ort suchte, um keine der beiden Rivalinnen zu bevorzugen.


Eines der Parlamentsgebäude von Ottawa:



Nach diesem kurzen Stopp bei den Parlamentsgebäuden fahren wir zum Marktplatz, wo wir ein italienisches Mittagessen genießen. Gleich danach geht unsere heutige Reise weiter durch den Thousand Islands Na­tional Park. Auf einer Strecke von 80 km entlang des St.-Lorenz-Stromes sind Tausende von kleinen Inseln verstreut. 


Wir fahren zum 120 m hohen Aussichts­turm auf Hill Island Sydeck, die wir über eine Brücke bei Ivy Led um etwa 14 Uhr erreichen. Wir haben eine Stunde Pause um von dort aus die gesamte Insel­landschaft überblicken zu können.

Toronto

Als wir nach der folgenden länger dauernden Busfahrt um 18 Uhr in Toronto an­kommen, hat es 29 °C.

Toronto ist heute die größte kanadische Stadt und gleichzeitig die neuntgrößte Stadt von Nordamerika.

Gleich nach der Ankunft und nachdem ich einen kurzen Blick in unser Zimmer geworfen habe, gehe ich sofort alleine zum CN-Tower, da es bereits dämmrig geworden ist und morgen für eine Turmfahrt keine Zeit ist. Dieser mit seinen 553,35 m höchste freistehende Turm der Erde ist gleich das übernächste Gebäude nach unserem Hotel, dem Crowne Plaza Toronto Centre. Ich fahre zuerst mit dem Lift in weniger als einer Minute zum Sky Pod in die Höhe von 335,3 m. Von hier aus bietet sich bereits ein gewaltiger Ausblick auf die Stadt. Anschließend fahre ich mit einem weiteren Aufzug in das Space Deck, das sich in einer Höhe von 446,50 m. Zum Vergleich: Der Eiffelturm ist 300 m hoch.





Unser Hotel von Oben: 



Anschließend machen wir einen Spaziergang im nächtlichen Toronto bis wir ein geeignetes Lokal für unser Nachtmahlessen finden. Wir gehen in das Lokal und warten, wie es in ganz Nordamerika üblich ist, bis ein Kellner kommt und uns einen Platz zuweist. Wir setzen an den für uns bestimmten Tisch und bestellen uns als erstes etwas zu trinken. Ich bestelle, wie bereits gewohnt, ein großes Cola ohne Eis, weil sonst meist so gut wie nur Eis und fast kein Getränk im Glas ist, Herbert bestellt für sich ein großes Bier. Soweit so gut. Doch dann fragt der Ober plötzlich, ob es wirklich ein großes Bier sein soll und welches Bier Herbert gern hätte und gibt ihm die Speisekarte. Nach dem erneuten Blick auf die Spalte mit den Getränken fällt ihm plötzlich auf, daß ein kleines Bier fast ½ Liter (16 fl. oz), ein normales fast ein Liter (32 fl. oz) und ein großes, also das Bier, das Herbert beinahe bestellt hätte, 1,8 Liter (64 fl. oz) sind! Zehn Minuten später bringt mir der Kellner meinen 2 Liter-Becher mit Cola…. zum Glück ohne Eis! Die weitere Ablauf des Abends war ohne besondere Vorkommnisse. Danach besuchen wir noch ein paar andere Lokale, unter anderem das Hardrock-Café, das sich im Ge­bäude des Skydome neben dem CN-Tower, also in Hotelnähe, befindet.

Später spaziere ich noch alleine einige Kilometer Richtung Norden bis nach Chinatown und kehre dann wieder zum CN-Tower zurück. Als ich später wieder zum Hotel zurückkehre, hat es immer noch 25 °C. Langsam müsste ich diese Temperaturen gewohnt sein, doch ich bin immer noch verwundert, dasses hier im relativ nördlich gelegenen Kanada im September noch so heiß ist. Außerdem habe ich gestern erst in der Zeitung gelesen, dass Wien zur Zeit mit nur 15 °C Mittagstemperatur eine der kältesten Hauptstädte Europas ist!


SA, 7.9.

Nach dem Frühstück machen wir ab ½ 9 Uhr bei bereits 25 °C eine kleine Stadt­rundfahrt durch Toronto. Wir fahren u.a. durch Chinatown durch, eines der größ­ten chinesischen Stadtteilen des nordamerikanischen Kontinents.

Bild unten: das Rathaus von Toronto

Nach etwa einer Stunde beginnt unsere Reise in Richtung Niagara-Fälle. Wäh­rend der Fahrt merken wir, wie es draußen etwas windig und regnerisch wird. Nach ca. ½ Stunde Fahrt fängt es stärker zu regnen an. Wir erfahren, daß der Hurrikan „Fran“, der in North Carolina vor ungefähr einer Woche einer Schaden in Milliardenhöhe angerichtet und 17 Todesopfer gefordert hat, anschließend weiter in Richtung Nordwest weitergezogen ist und während des heutigen Tages in Buffalo ankommt. In North Carolina war „Fran“ sogar der stärkste Sturm seit 1954. Doch dieser Hurrikan ist inzwischen eigentlich kein Hurrikan mehr, denn über Land verliert ein solcher Sturm an Kraft und es weht nur mehr ein stärkerer Wind, der jedoch viel Regen mitbringt.

Unsere Fahrtstrecke am 7.9. von Toronto bis Buffalo (190 km):



Einer Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch ist Niagara-on-the-Lakes, wo wir um 12 Uhr mittags ankommen und mittagessen. Diese 13.000 Einwohner zählende Stadt am Westufer des Niagara River war die erste Hauptstadt von Oberkanada. Doch es regnet teilweise stark und hat nur mehr 19 °C.


Bei den Niagarafällen:



Nach dem Essen fahren wir nach Niagara Falls, das noch in Kanada liegt, denn es gibt zwei benachbarte Städte, die beide Niagara Falls heißen und beide etwa 70.000 Einwohner zählen. Die eine Stadt liegt in Kanada, Provinz Ontario, die andere liegt bereits im amerikanischen Bundesstaat New York. Zwischen den beiden Städten ist der Niagara River und genau in der Mitte des Flusses liegt die Staatsgrenze zwischen Kanada und den USA.




Buffalo

Nach unserem Ausflug fängt es plötzlich stark zu regnen an und es wird merklich kühler. Doch das macht uns fast gar nichts, denn wir fahren heute nur noch zu unserem Hotel im nahegelegenen Buffalo, dem Buffalo Hilton, wo wir um etwa 18 Uhr ankommen.

Buffalo ist die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates New York und einer der Haupthäfen an den Großen Seen. Von der 28 Stockwerke hohen City Hall eröff­net sich ein prächtiges Panorama über den Westteil des Bundesstaates.


Nach dem Abendessen in einer kleinen Pizzeria gehen wir zu einem gemütlichen Pub in der Nähe, wo gerade eine Bluesband ein kleines Konzert gibt. Dort blei­ben wir dann auch noch etwas länger….
SO, 8.9.
Die heutige Fahrt beginnt um ½ 8 Uhr. Wir fahren zuerst bis ¾ 10 Uhr zu einem großen Supermarkt, wo wir uns mit ein paar Sachen eindecken können. Ein paar Reisekumpanen wollen Bier kau­fen, doch da heute Sonntag ist und noch dazu Vormittag, darf kein alkoholisches Getränk gekauft werden! Es stehen zwar Unmengen von Bier in den Regalen, das man auch aus dem Regal heben darf, doch an der Kassa kommt man nicht vor­bei! Spätestens zu diesem Zeitpunkt erfährt man, dass man das Getränk wieder an seinem ursprünglichen Platz zurückstellen muss.
Danach fahren wir weiter bis zu einem Rasthaus, wo wir um 12 Uhr mittagessen.

Unsere Fahrtstrecke am 8.9. von Buffalo über Harrisburg bis Gettysburg (574 km):

Gettysburg

In Gettysburg kommen wir um 15,30 Uhr an und haben bis 17 Uhr noch einen Aufenthalt bei einem Museum, in dem an die entscheidendste Schlacht des Sezessionskrieges erinnert wird. Gleich in der Nähe befindet sich auch ein Friedhof, der auch mit einigen Denkmälern ausgestattet ist.


Schließlich werden wir zu unserem Hotel, dem Hotel Eisenhower, gebracht. Die­ses Hotel ist eines der besten Hotels während unserer ganzen Reise. Es ist mit Fitnesscenter, Tischtennisraum, Basketball- und Baseball-Trainingsgeräten, Go­kartbahn, Swimmingpool etc. ausgestattet. Nach dem Nachtmahlessen nutze ich diese Gelegenheit, viele Freizeiteinrichtungen zur Verfügung zu haben, auch gleich aus. Ich verbringe eine Stunde im Fitnesscenter, spiele mit Herbert eine halbe Stunde Tischtennis, fahre mit ein paar Buskollegen, nämlich mit Michaela, Simone, Simone, Christiane, Jens, Sandra und René, auf der Gokart-Bahn. Die­sen Tag beschließen wir mit einem Getränk am Pool.



MO, 9.9.

Um ½ 9 Uhr Abfahrt nach Lancester County inmitten des sogenannten Pennsyl­vania Dutch Country. 

Unsere Fahrtstrecke am 9.9 von Gettysburg über Lancester bis Washington D.C. (288 km)

PENNSYLVANIA DUTCH COUNTRY
Im Südosten von Pennsylvania erstreckt sich dieses landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiet, das in Lancaster sein Zentrum hat. Der Name „Dutch“ kommt aber nicht von „Holländisch“, was Dutch ins Deutsche übersetzt eigentlich be­deuten würde. Die Einwohner dieses Gebietes kommen nämlich großteils aus Deutschland. Als sie von den Einheimischen gefragt wurden, welche Nationalität sie haben, gaben sie zur Antwort „Deutsch“ und im Laufe der Zeit wurde aus „Deutsch“ „Dutch“.

Wir besichtigen von etwa 10-11 Uhr eine Farm der Amish People, wo wir zuerst eine Führung im Inneren des Hofes haben und dann im Freien selbständig diese Farm, die wie ein Freilichtmuseum aufgebaut ist, ansehen können. Es hat fast 32 °C.


Anschließend fahren wir noch durch dieses „Pennsylvania Dutch Country“ und können dabei öfters amische Bauernhöfe erkennen. Das wichtigste Merkmal ist dabei, daß keine Stromleitung zu den Gebäuden führt. Heute gibt es noch ein wichtiges Merkmal: Montag ist Waschtag! Aus diesem Grund ist bei allen ami­schen Höfen in dieser Gegend die typische amische Wäsche auf einer Leine auf­gehängt.

Anschließend fahren wir zu dem Farm-Restaurant „Stolzfus“, mittagessen und danach über Baltimore nach Washington, wo wir um 16 Uhr bei unserem Hotel, dem Omni Shoreham, ankommen. Es hat 29 °C.

Washington

Die Bundeshauptstadt Washington ist Mittelpunkt eines Ballungsgebietes mit 3,75 Mio. Einwohnern. In der Stadt selbst leben etwa 607.000 Menschen.

Nach 18 Uhr fahre ich alleine mit der U-Bahn zum Zentrum der Stadt und foto­grafiere ein wenig das abendliche Washington. Anschließend fahre ich weiter zur Pentagon City, einem Einkaufszentrum im Sü­den der Stadt. Nach einem umfangreicheren Einkauf fahre ich mit der U-Bahn ein kleines Stück zurück und gehe dann den fast 5 km langen Rest der Weg­strecke zu Fuß, mit der Landkarte in der Hand, zu unserem Hotel zurück. Meine Absicht war, die Stadt kennenzulernen, und das erreicht man meiner Meinung nach nur, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Wenn man nur mit der U-Bahn fährt, dann weiß man oft gar nicht genau, wo man sich eigentlich in der Stadt befindet. Ist man aber in einem Teil einer fremden Stadt mit einer Landkarte selbständig und dann noch zu Fuß unterwegs, dann weiß man auch später noch ganz genau, wo man war. Man kennt die Stadt oder zumindest den Teil, durch den man ge­gangen ist. Um 23 Uhr, als ich bei unserem Hotel ankomme, hat es laut Neonan­zeige exakt 28,3 °C!



DI, 10.9.

Der heutige Tag beginnt für uns nach dem Frühstück mit einer Rundfahrt durch Washington. Zuerst besichtigen wir das Weisse Haus:



Danach geht es weiter zu den Sehenswürdigkeiten „Lincoln Memorial“, „Viet­nam Veterans Memorial“ und schließlich zum „United States Capitol“, das sich am Ostende der Mall befindet und weithin sichtbar auf dem 30 m hohen Capitol Hill thront. 



Wir nehmen auch an einer Führung durch die Innenräume des Capitol teil. Die dem Petersdom in Rom nachgebildete Kuppel ist 82 m hoch.

Foto des Capitols:

Danach fahren wir in das benachbarte Arlington, wo wir den Nationalfriedhof der Vereinigten Staaten besuchen, wo sich auch das Grab von J. F. Kennedy be­findet.

Nach dem Mittagessen in einem irischen Pub in der Nähe unseres Hotels besu­chen wir von 14,30 bis 18,30 Uhr den Zoo. Es hat ca. 33 °C und es ist sehr feucht und regnerisch, beinahe tropisch.

MI, 11.9.
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus weiter in Richtung Williamsburg. Doch bevor wir das heute sehr regnerische Washington verlassen, werden wir von zahlreichen Überschwemmungen, verursacht durch den starken Regen den der Hurrikan Fran mit sich bringt, aufgehalten. Es hat auf 23 °C abgekühlt.
Wir fahren auch noch beim Pentagon vorbei, dem Synonym für das US-Verteidi­gungsministerium und dem Sitz des US-Militärapparats. Dieses Gebäude ist das größte Bürogebäude der Welt. Den 35.000 ständigen Angestellten und den Besu­chern stehen 50.000 Parkplätze zur Verfügung. 

Unsere Fahrt am 11.9. von Washington über Williamsburg bis Durham (521 km):



Um ca. ½ 12 Uhr erreichen wir schließlich Williamsburg im Bundesstaat Virgi­nia.

Williamsburg


Williamsburg war im 18. Jahr­hundert die Hauptstadt der damaligen Kolonie Virginia und ist heute das größte Freilichtmuseum der USA.

Leider regnet es, als wir durch diese ehemalige Kolonialhauptstadt spazieren. Danach fahren wir wieder weiter und überqueren, bevor wir Durham erreichen, den James-River mit einer Fähre.



Um 18 Uhr kommen wir schließlich bei unserem Hotel „Omni Durham“ in Durham an, das sich in der Nähe der Hauptstadt von North Carolina, Raleigh, befindet.

Durham

DO, 12.9.
Unser erstes Ziel am heutigen Tag ist die „Duke Chapel“ und anschließend der Park des Duke.


Unsere Fahrtstrecke am 12.9. von Durham über Winston-Salem und Hickory bis Cherokee (474 km):

Danach, um etwa 9 Uhr, beginnt unsere zweistündige Fahrt nach Winston-Salem. Dort angekommen, besichtigen wir die Firma „R. J. Reynolds“, die zweitgrößte Zigarettenfabrik der Welt. Hier werden 9000 Zigaretten in der Minute hergestellt, 24 Stunden am Tag. In den USA gibt es strenge Gesetze, die das Rauchen einschränken sollen, und das obwohl beispielsweise in den Staaten North Carolina und Kentucky mehr als 10 % der Bevölkerung in der Tabakindustrie beschäftigt sind.
Anschließend fahren wir nach Hickory, wo wir von etwa 13-14 Uhr Mittagessen. Das Lokal im Westernlook bietet den Gästen etwas Besonderes, denn schon beim reingehen fällt uns auf, daß der Fußboden etwa 10 cm hoch gleichmäßig mit Erdnussschalen bedeckt ist. Auf jedem Tisch steht nämlich ein großes Glas mit Erdnüssen, wovon sich die Leute gratis bedienen können. Die Erdnussschalen dürfen dabei einfach auf den Fußboden geworfen werden.

Nachmittag geht die Fahrt über die Blue Ridge Parkway quer von Ost nach West durch die Blue Ridge Mountains weiter, bis wir um etwa 17 Uhr unser Hotel, das „Great Smokies Inn“ im Örtchen Cherokee, das im Cherokee-Indianerreservat liegt, ankommen.

Cherokee

Die Cherokee Indian Reservation, im äußersten Westen von North Carolina gele­gen, ist die größte Indianerreservation östlich des Mississippi. Im Städtchen Che­rokee gibt es ein informatives Museum und im Oconaluftree Indian Village oberhalb des Ortes wird versucht, das frühere Stammesleben für die Touristen zu rekonstruieren. Die Hauptstadt von North Carolina ist Raleigh.

Am Abend spazieren wir zuerst von einem Geschäft zum anderen. Ich kaufe mir in einem Ledergeschäft einen indianischen Gürtel, in den mir der Verkäufer noch gratis meinen Vornamen eingraviert. In Cherokee gibt es in Hotelnähe nur zwei Gasthäuser, ein Casino und einen Funpark.

Kurz vor 18 Uhr hat der Fun-Park noch offen und wir spielen Minigolf bis es dunkel wird. Den Tag beschließen wir nach dem Abendessen im Casino.

FR, 13.9.

Um ½ 9 Uhr beginnt unsere Busfahrt und wir fahren durch den Great Smokie Mountains – Nationalpark.

Unsere Fahrtstecke am 13.9. von Cherokee über Knoxville bis Nashville (394 km):

Wir fahren anschließend weiter bis zum Mittagessen in Knoxville. Hier hat es um 12 Uhr wieder 25 °C. Danach fahren wir bis nach Nashville.  Doch bevor wir diese Stadt erreichen, müssen wir die Uhrzeit um eine Stunde zurückstellen, da wir von der „Eastern Time“ – Zeitzone in die Zeitzone „Central Time“ gefahren sind.


demnächst -> USA OST (Teil 3) (Nashville – Memphis – New Orleans – Mobile – Tallahassee – Orlando – Miami)

Hochegg und Leitharadweg

Heute war ich wieder ein wenig Radfahren… dieses Mal nach dem Motto „bei schönem Wetter kann jeder Radfahren…“

Bei meiner ersten kurzen Mountainbikingtour bei Hochegg war es etwas windig und sehr wechselhaft. Aber gar nicht zu kalt und sogar teilweise sonnig..


Blick in die Regenwolken Richtung Schneeberg.
Links der markante Berg ist der Gösing, rechts der Kulmberg vor Neunkirchen…

… der teilweise starke Regen war immer in der Nähe. Aber nicht bei mir..!

Danach war ich kurz bei Ternberg und habe in einer halben Stunde fast einen Kilo Bärlauch gepflückt….

Und schließlich bin ich noch mit dem Rad einige Zeit am Leitharadweg bei Erlach gefahren..

… am „Leithaursprung“, jeder Stelle wo Pitten und Schwarza zusammenfließen und gemeinsam die Leitha bilden..

Blick vom Radweg Richtung Südwesten mit der Burg Pitten am Hügel…

Hochegg und Leitharadweg

Heute war ich wieder ein wenig Radfahren… dieses Mal nach dem Motto „bei schönem Wetter kann jeder Radfahren…“

Bei meiner ersten kurzen Mountainbikingtour bei Hochegg war es etwas windig und sehr wechselhaft. Aber gar nicht zu kalt und sogar teilweise sonnig..


Blick in die Regenwolken Richtung Schneeberg.
Links der markante Berg ist der Gösing, rechts der Kulmberg vor Neunkirchen…

… der teilweise starke Regen war immer in der Nähe. Aber nicht bei mir..!

Danach war ich kurz bei Ternberg und habe in einer halben Stunde fast einen Kilo Bärlauch gepflückt….

Und schließlich bin ich noch mit dem Rad einige Zeit am Leitharadweg bei Erlach gefahren..

… am „Leithaursprung“, jeder Stelle wo Pitten und Schwarza zusammenfließen und gemeinsam die Leitha bilden..

Blick vom Radweg Richtung Südwesten mit der Burg Pitten am Hügel…

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