
BARCELONA – Stadt der ständigen Erneuerung
Kulturreise 6.-11. Juni 1998
Einige Daten über die Stadt:
Hauptstadt von Cataluña
Einwohnerzahl: 1.715.000
Meereshöhe: 4 m
Natürlich hat Barcelona eine lange Geschichte, und wir finden Bauwerke der Romanik, Gotik, Renaissance oder sogar noch älterer Epochen, aber besonders charakteristisch ist, was hier während der letzten rund hundert Jahren entstanden ist. Barcelona war ein Zentrum des modernistischen Stils um die Jahrhundertwende, und es war besonders der geniale Antoní Gaudí, der zusammen mit seinen großen Zeitgenossen der Stadt ein neues und aufregendes Gesicht verlieh, blieb aber seither an der Spitze der Moderne. Wer heute die neuesten architektonischen Tendenzen erkunden will, sollte hier damit beginnen…
Samstag, 6. Juni (7 km)
6,50 – 9,10 Flug, anschließend Busfahrt bis ins Stadtzentrum und danach gleich Hotelsuche.
Foto: Unser Hotel „Ambassador“ in der Nähe vom Plaza Catalunya
Hier einmal einige Fotos vom Zentrum der Stadt in der Nähe vom „Plaza Catalunya“:
Der erster Spaziergang nach dem einchecken führt uns in das Gotisches Viertel der Stadt, das Barrio Gótico.
Hier befindet sich auch die gotische Kathedrale. Sie wurde konstruiert zwischen 1298 und 1450. Die Fassade und die 90 Meter hohe Kuppel entstanden im 19. Jahrhundert.
Ein Innenhof der Kathedrale ist ohne Dach und es wohnen Gänse hier…
Barrio Gótico
Die Plaza de Sant Jaume war zur Zeit der alten Römer Forum, und im gesamten Stadtteil können noch Befestigungswerke aus dieser Zeit besichtigt werden, beispielsweise das Tor auf der „Plaça Nova“. Auf diesem Platz befinden sich folgende Gebäude:
1) Der Palau de la Generalitat
Die Fassade beinhaltet Elemente der Gotik und der Renaissance. Von besonderem Interesse ist der Innenhof, „Patio de los naranjos“ mit seinen gotischen Treppen.
2) Palau del Ayuntamiento
das Rathaus. Die Fassade ist neoklassisch, der Innenhof gotisch. Der „Salon de las Cronicas“ ist besonders wertvoll.
Palacio Real Mayor
… ein paar Altstadtimpressionen!
Sonntag, 7. Juni (14 ½ km)
Um 7,30 Uhr (wie üblich) aufstehen, Frühstück – 9,30 Uhr.
Heute fahren wir mit der Metro bis zum Kolumbusplatz und wandern von dort zu Fuß fast 5 km bis zum Olympischen Dorf.
Auf der „Rambla“…. ein paar Impressionen!
Die gotisch-barocke Kirche de Betlem und der Palacio de Moya mit seinen großen Sälen und hervorragenden Wandgemälden, der häufig für Ausstellungen benutzt wird. Der Mercado de La Boquería ist der wichtigste und meistbesuchte Markt in der Stadt. Die „Pla de la Boqueria“ ist das alte Stadtzentrum von Barcelona. Im Palacio de la Virreina, heute Sitz der Kulturabteilung der Landesregierung, finden häufig Kunstausstellungen statt.
El Puerto
Auf dem Weg liegt am Moll Espagna das Aquarium (Besichtigung) und das Maremagma (dort um ca. 12,30 Uhr Mittagessen bei “Pokins Burger”)
La Barceloneta
Um das sehr üppige Abendessen auch gut zu verdauen, spaziere ich danach noch entlang der Meerseite vom Olympischen Dorf bis zum Placa del Portal de la Pau (Kolumbusplatz), die Rambla entlang in Richtung Norden bis zur Universität und dann erst zum Hotel zurück.
Montag, 8. Juni (8 ½ km)
Am vormittag wandern wir etwa 5 km weit durch den Stadteil “El Eixample” oder “El Ensanche”
El Ensanche
Auf dem nächsten Foto sieht man es: alle Straßen stehen im rechten Winkel zueinander, eine sehr unübliche Konstellation im europäischen Städtebau.
Die bekanntesten Gebäude im Ensanche sind die Arbeiten von Antoní Gaudí, etwa die große Kathedrale Sagrada Famila, der Park Güell und der Palacio Güell, sowie die Casa de los Punxes und die Casa Amatler de Puig i Cadalfach, allesamt Meisterwerke modernistischen Stils. Der zentrale Platz im Ensanche ist die Plaza de Cataluña, deren Ausmaße mit jenen des Vatikan vergleichbar sind, und die prototypisch für die in Barcelona vorherrschende Mentalität der ständigen Erneuerung steht und immer wieder umgebaut und neu gestaltet wurde, zum bislang letzten Mal 1986. Weiters finden wir den Paseig de Gràcia, einen weiten Boulevard mit kuriosen Bänken und Bananenpflanzen sowie La Diagonal, die das gesamte Stadtviertel kreuzt.
Das Barcelona von Antoni Gaudí
Antoni Gaudi war weltweit einer der bedeutendsten Architekten in der Epoche des Modernismus. In Barcelona befinden sich viele seiner hervorragendsten Werke: Finca Güell, Das Portal der Finca Miralles, „Passeig Manuel Girona“, das „Casa Calvet“ und auch das
Wir besuchen das „Casa Mila“ – hier ein paar Eindrücke:
Die unregelmäßig geschwungenen Außenmauern dieses Gebäudes erinnern an Sanddünen in der Wüste. Gaudís Zeitgenossen fanden sein Werk zu futuristisch und gaben ihm den Spitznamen „La Pedrera“, Steinbruch. Heute gilt es als ein Meilenstein in der Geschichte moderner Architektur.
Danach wandern wir weiter…
Um ca. 14 Uhr genießen wir das Mittagessen in der Nähe der Kathedrale Sagrada Familia.
Sagrada Familia
Diese große Kathedrale wurde inspiriert von gothischer Bauweise und dennoch ein Wahrzeichen moderner Architektur.
Nach Gaudís Plänen sollten auf den Emporen des gigantischen Gotteshauses nicht weniger als 1500 Sänger, 700 Kinder und 5 Orgeln Platz finden. Doch der Architekt verstarb, bevor er sein größtes und meistgeliebtes Werk vollenden konnte. Wird die Stadt Barcelona dieses monumentale Projekt je zu Ende bringen?
Hier einige schöne Impressionen…
Die Sagrada Familia ist aus der Nähe betrachtet nicht viel mehr als eine Fassade…
Schließlich kehren wir um etwa 17 Uhr zum Hotel zurück.
Dienstag, 9. Juni (7 km)
Mittwoch, 10. Juni (10 km)
Foto unten:
Foto unten: „Frau mit Vogel“ – Joan Miró
Der Berg Montjuic erhebt sich, vom Hafen ausgehend, über die gesamte Stadt. Die Festung aus dem 17. Jahrhundert, umgeben von schönen Parks, war Schauplatz der Weltausstellung von 1929, für die auch das Pueblo Español gebaut wurde, deren Gebäude alle in Spanien typischen architektonischen Stilrichtungen repräsentieren. Auch die Olympischen Spiele fanden hier 1992 statt.
Von hier heroben hat man einen sagenhaften Blick auf den Plaza d’Espanya in Bildmitte und die Großstadt..
Das Bauwerk ist ein meisterhaftes architektonisches Glanzstück und daher eine der für Touristen imposantesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Besonders sportbegeisterte Besucher der Stadt Barcelona sollten eine Besichtigung des berühmten Stadions nicht verpassen.
Alle Tribünen und ebenfalls die Gänge des Gebäudes sind für Besucher das ganze Jahr hindurch kostenlos zugänglich.
Ganz oben am Berg befindet sich das „Castell“. Barcelonas Festung wirkte als Schutz des Hafens und der Stadt aber auch als Zwingburg fremder Herrschaft über die Stadtbewohner.
Obwohl der „Berg“ nur 173 Meter hoch ist, bietet sich uns ein toller Blick auf das riesige Hafengelände und die Stadt!
Hier auf dem Berg befinden sich ein großer Vergnügungspark und eine prächtige Kirche und man kann auf die Spitze der Kirche mit einem Aufzug fahren. Den Gipfel des 350 Meter hohen Hügels erreicht man mit der einzigen Straßenbahn, die heute noch in Barcelona existiert.
Auf dem Kirchturm:
Donnerstag, 11. Juni (0,5 km)
Schön war’s – hier noch ein letztes Foto dieser faszinierenden Metropole:
Bemerkung:
Gesamte Gehstrecke während 5 ½ Tage Barcelona: 47,5 km
“Geschossene” Dias: 260
demnächst -> nächste Reise: Reise 13: Istanbul, Metropole zwischen Ost und West